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Das Krankenhaus

Über dem Eingang ist eine Figur des heiligen Josef und eine lateinische Inschrift zu sehen. Die Übersetzung lautet: "Gründer Wilhelm Josef Valepage, Delbrücker Bürger 1862".

W. J. Valepage war ein sehr erfolgreicher Kaufmann. Er wohnte gegenüber, mehrte sein Vermögen mit einem Lebensmittelgeschäft, einem Getreidegroßhandel und Verpachtung verschiedener Immobilien (z. B. Valepagen- und Sporckhof). testamentarisch verfügte er 1844: "Ich will, dass mein Erbe eine milde Stiftung für leidende Arme herrichte... aus der ganze Pfarre Delbrück, besonders aber aus den Heuerlings- und Pächterfamilien auf meinen Grundbesitzungen." Dieser Stiftung vermachte er u. a. eine hohe Bargeldsumme und mehrere Häuser, die für den Krankenhausneubau abgerissen wurden.

Dieses erste (nach der Kirche) aus Steinen errichtete Haus Delbrücks wurde 1862 eröffnet, nachdem es zu einigen Komplikationen gekommen war, weil der Stifter den Akzent auf die Armenfürsorge, die politische Gemeinde aber auf die Krankenpflege legte. Wer sich durchsetzte, sieht man daran, dass in den ersten Statuten die Anzahl der aufzunehmenden Armen auf 6, die der Kranken auf 12 festgelegt wurde.

Die beiden Bilder zeigen, dass das Haus durchaus mit der Zeit ging. Eines aber blieb immer: Es hat nie beim Krankenhaus angestellte Ärzte gegeben. Die am Ort niedergelassenen Ärzte belegten die Betten mit ihren Patienten und betreuten sie medizinisch.

Mit der Schließung des Hauses verabschiedeten sich Ende Oktober 1977 die Schwestern aus dem Orden der Armen Dienstmägde Christi, die über 100 Jahre an dieser Stelle Dienst am Nächsten geleistet hatten. Zu diesem Dienst gehörte auch eine ambulante Krankenversorgung, die mit dem Namen Schwetser Nerias verbunden ist. Sie war bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad unterwegs und wurde für ihren Einsatz mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

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