Integriertes Handlungskonzept

Bereits in den Jahren 2009 und 2010 sind erste Überlegungen bezüglich einer Umgestaltung der Innenstadt diskutiert worden. Konkrete Gespräche mit Anliegern, der DEMAG und der Politik haben Ende 2010 begonnen und nach langer Diskussion dazu geführt, dass das Integrierte Handlungskonzept am 21. Juli 2011 beschlossen werden konnte. Abschließend sind 26 Einzelmaßnahmen in das Integrierte Handlungskonzept aufgenommen worden, wobei die Förderung der Einzelmaßnahmen aus verschiedenen Fördertöpfen erfolgen sollte. Alle Maßnahmen zusammen umfassen ein Volumen von ca. 13 Millionen Euro. Neben überwiegend öffentlichen Investitionen sind hierbei auch private berücksichtigt, die positive Effekte für die Entwicklung der Innenstadt aufweisen.

Auf der Grundlage des Ratsbeschlusses ist das Integrierte Handlungskonzept bei der Bezirksregierung Detmold eingereicht worden und am 06. Juni 2012 als grundsätzlich förderfähig anerkannt worden. Darauf aufbauend ist ein Förderantrag für die ersten Maßnahmen gestellt worden, der am 05. Dezember 2012 per Zuwendungsbescheid positiv beschieden wurde. In den darauffolgenden Jahren sind weitere Anträge gestellt worden.

Mit dem ersten Zuwendungsbescheid war die Förderzusage für die Durchführung eines freiraumplanerischen Wettbewerbs verbunden. Aus diesem Wettbewerb ist das Büro FSWLA als Sieger hervorgegangen. Dieser Siegerentwurf ist in den Jahren danach durch intensive Gespräche mit den betroffenen Eigentümern, der DEMAG und der Politik konkretisiert worden. In der Sitzung des Rates am 27. April 2016 ist schließlich die Ausführungsplanung für den ersten Bauabschnitt mit der Thülecke, Kirchstraße, Oststraße und Kirchplatz beschlossen worden. Baubeginn für diese Maßnahme war der 18. Juli 2016. Ab dem 17. Juli 2017 konnte mit der Umsetzung des zweiten Bauabschnitts begonnen werden. Vom Kreisverkehr an der Rietberger Straße bis zum Alten Markt wurde die Umgestaltung fortgesetzt. Baubeginn am dritten Bauabschnitt Alter Markt war am 11. März 2019. Mittlerweile konnte die durchgehende Befahrbarkeit der Innenstadt bereits wiederhergestellt werden, sodass derzeit ausschließlich der Alte Markt und die Graf-Sporck-Straße nur eingeschränkt befahrbar sind. Alle drei Bauabschnitte der Innenstadt haben insgesamt ca. 6,2 Millionen Euro gekostet. Diese Kosten beinhalten auch die Erneuerung der Wasserleitung und alle Kanalbauarbeiten die nicht gefördert werden. Von den Straßenbaukosten werden nur die Seitenbereiche gefördert das heißt Fahrbahn und Parkplätze sind durch die Stadt zu finanzieren. Die zugesagten Fördergelder belaufen sich auf insgesamt 1.693.000 Euro. Außerdem erhält die Stadt für den Kirchplatz von der Kirche eine Anteilfinanzierung in Höhe von 170.000 Euro.

Mit Beendigung der Arbeiten am dritten Bauabschnitt im November 2019 stehen im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts noch vier Baumaßnahmen an. Von der Langen Straße sollen die Verbindungswege zur Marktstraße ausgebaut werden, um eine verbesserte Anbindung des Schulbereichs und der angrenzenden Wohngebiete an die Innenstadt zu gewährleisten. Vom Kreisverkehr Rietberger Straße bis zur Südstraße wird die Lange Straße umgebaut. Die ersten Abstimmungsgespräche werden dort in Kürze beginnen. Gefördert wird diese Maßnahme aus dem Programm zur Förderung des kommunalen Straßenbaus. Der Ausbau der Kleinen Straße, als parallel zur Hauptverkehrsachse verlaufende Rad- und Fußwegeverbindung, wird über das Programm Nahmobilität gefördert. Vierte und letzte große Maßnahme wird die Erstellung eines Platzes im Himmelreich sein. Mit den abgeschlossenen Maßnahmen ist bereits viel für die Qualität in der Innenstadt erreicht worden, es stehen mit den weiteren Maßnahmen aber auch in den nächsten Jahren Aufgaben an, die weiterhin aktiv zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt beitragen sollen.

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Christiane Rolf
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