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Was passiert eigentlich gerade in Delbrück und Region in Sachen Digitalisierung? Diese Frage wird Ihnen hier beantwortet! Hier finden Sie aktuelle Beiträge zur Digitalen Modellregion OWL, zu Projekten und Veranstaltungen.

LoRaWAN im vollen Gange: Round Table in Bielefeld

Foto - Youtube: Digitalisierungsbeauftragte Miriam Mattiza im Gespräch zur Technologieumsetzung in Delbrück. 
Foto - Youtube: Digitalisierungsbeauftragte Miriam Mattiza im Gespräch zur Technologieumsetzung in Delbrück.

Mit LoRaWAN ist die digitale Vernetzung der Städte in vollem Gange
Bielefelder Round Table zeigt Relevanz von Datenhoheit und kommunaler Umsetzung für die Zukunft von Smart Cities
Bielefeld, 29. September 2020. Am vergangenen Freitag, dem 25. September 2020, fand in der Founders Foundation erstmalig der interdisziplinäre LoRaWAN Round Table mit hochgradigen Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung statt, organisiert vom Projekt Open Innovation City. Zum Panel gehörten neben Vertretern der Fraunhofer Gesellschaft, den Stadtwerken Bielefeld, der Stadt Delbrück, Phoenix Contact und Arvato auch das internationale Smart City-Vorzeigeprojekt Smart Tampere sowie das Startup Evomation. Sie alle teilten ihre Erfahrungen mit dem Panel und mehr als 350 Zuschauern, die die Veranstaltung im Livestream verfolgten. Neben einem Austausch über den Technologiestand sowie mögliche Anwendungsfälle wurden vor allem die Fragen der Datenhoheit sowie die der Zuständigkeit der Technologieumsetzung in Städten diskutiert. Der aufgezeichnete Livestream steht auf YouTube frei zur Verfügung.
Abfallbehälter melden ihren Füllstand selbst an die Stadtwerke, Eltern sehen freie Parkplätze vor der Kita schon vorab auf ihrem Smartphone und der Wasserzähler wird aus der Ferne ausgelesen – dies sind nur einige der Anwendungsbereiche, die durch die LoRaWAN-Technologie möglich werden. Häufig wird sie im Kontext der Diskussion um vernetzte Städte, sogenannte Smart Cities, genannt. Die Anwendungsfelder der Technologie sind jedoch deutlich umfangreicher, ihre Möglichkeiten nur ansatzweise bekannt.
Beim ersten interdisziplinären LoRaWAN Round Table in Bielefeld haben Expert:innen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung erstmalig die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten im kommunalen Kontext, mögliche Geschäftsmodelle sowie das Potenzial für industrielle und kommerzielle Produkte diskutiert. Mit Hilfe der LoRaWAN Technologie - Long Range Wide Area Network - lassen sich kleine Datenmengen energiesparsam über weitere Strecken übermitteln, daher gilt sie in Fachkreisen als eine der Schlüsseltechnologien des Internet of Things (IoT) und sogenannter Smart Cities. Dass sich die Technologie derzeit aus einer kleineren Experten-Community herausentwickelt, unaufhaltsam in deutschen Städten verbreitet und trotz der geringen öffentlichen Bekanntheit bereits über enormes Anwendungspotential verfügt, darüber waren sich alle Panelteilnehmer und Onlinezuschauer der Veranstaltung einig.
Aus wissenschaftlicher Perspektive stellte zunächst Jens-Peter Seick, Projektleiter Lemgo Digital, als Vertreter des Forschungsinstituts Fraunhofer IOSB-INA die Technologie vor. Einen Einblick in den Umsetzungsstand der Kommunen mit LoRaWAN stellten Dr. Neusel-Lange, Geschäftsbereichsleiter Netze der Stadtwerke Bielefeld, sowie Miriam Mattiza, Stabstelle Digitalisierung der Stadt Delbrück, dar. Sie nahm zusammen mit Delbrücks Projektpartner regio iT, vertreten durch Simon Wilbertz, teil. Er warf in seinem Vortrag auch zwei der Kernfragen für die Zukunft von LoRaWAN auf: „Die Städte werden sich im Rahmen ihrer Daseinsvorsorge wandeln, weil viele Dinge einfacher und umgestaltet werden. Daraus resultiert für uns die Frage, wer den Wandel in den Städten gestaltet: Wollen wir das als Kommunen selbst machen oder wollen wir, dass große Unternehmen wie Microsoft, Amazon und Co. die Umsetzung übernehmen, was gerade in Bezug auf die Datensicherheit umstritten ist. Meiner Meinung nach liegt der Wandel hin zur Smart City einzig in der Hand von Kommunen, gerade auch aufgrund der Datenhoheit, die wir gewährleisten müssen.“
Aus Unternehmensperspektive stellten mit Arvato und Phoenix Contact gleich zwei namhafte Unternehmen aus OWL ihre aktuellen LoRaWAN-Projekte vor. Das Startup Evomation aus Bad Salzuflen zeigte auf, warum sich die Technologie auf dem Sprung in den Massenmarkt befindet. Besondere Beachtung fand auch der internationale Vortrag: Mit Markku Niemi war der Verantwortliche für die intelligente Konnektivität von Smart Tampere aus Finnland zugeschaltet, einem der weltweit führenden Smart City-Projekte.
Das Resultat des konstruktiven Austauschs beim ersten interdisziplinären Round Table formulierte Prof. Dr. Ingo Ballschmieter, Wissenschaftlicher Leiter Open Innovation City, im Anschluss an die Veranstaltung: „Wir haben heute gesehen, dass die digitale Vernetzung unserer Städte in vollem Gange ist, die Technologie an vielen Stellen erprobt wurde und es jetzt konkrete Fragestellungen gibt, die auf dem Weg zur Smart City gelöst werden müssen, insbesondere im Bereich der Datenhoheit und des Datenschutzes. Den Wunsch der Expert:innen, die Thematik vertiefter zu diskutieren, greifen wir seitens des Projekts Open Innovation City sehr gerne auf.“
Durch die Veranstaltung führte Dirk Ludewig von der NerdStar UG.

Über die Initiative Open Innovation City
In einer Zeit des schnellen, technologischen Wandels und gesellschaftlicher Entwicklungen wird Innovation zur Maßgabe für die Zukunftsfähigkeit deutscher Städte und Regionen. Das noch junge wissenschaftliche Prinzip der Open Innovation steht dabei für Offenheit, für das Vernetzen der gesellschaftlichen Akteure und für die Verbindung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. In einem einzigartigen Projekt wird das Prinzip der Open Innovation in Bielefeld nun erstmals auf eine Stadt übertragen. Das Projekt wird geführt von der Fachhochschule des Mittelstands (FHM), der Founders Foundation, dem Pioneers Club und owl maschinenbau sowie gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

LoRaWAN in der Stadt Delbrück: 10 Orte, ein Netz!

Gatewaymontage auf der Gesamtschule Delbrück durch Elektroniker Dominik Peitz. Er prüft auf dem Laptop, ob das Gateway online ist.
Gatewaymontage auf der Gesamtschule Delbrück durch Elektroniker Dominik Peitz. Er prüft auf dem Laptop, ob das Gateway online ist.

Delbrück. Seit Januar 2020 arbeitet die Stadt Delbrück im Förderprojekt „LoRaWAN 2.0“ daran, ihr IoT-Netz (Internet of Things) auszubauen und die im Pilotprojekt erfolgreich erprobten Anwendungsfälle flächendeckend auszurollen. In dem vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW (MWIDE) geförderten Pilotprojekt wurde bereits ein rudimentäres LoRaWAN-Funknetz (Long Range Wide Area Network) mit drei sogenannten Gateways aufgebaut. Die Gateways empfangen die Daten von den im Stadtgebiet verteilen LoRaWAN-Sensoren und leiten sie sicher an einen Netzwerkserver weiter. Von dort werden die Daten visuell aufbereitet und stehen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur weiteren Analyse und Verarbeitung zur Verfügung.

Im seit Januar 2020 laufenden Folgeprojekt LoRaWAN 2.0 wurden nun weitere zehn LoRaWAN-Gateways auf städtischen Liegenschaften installiert, um das vorhandene Netz zu verdichten. Aktuell befindet sich in jedem Ortsteil mindestens ein Gateway. Der Ausbau des IoT-Netzes ist erforderlich, um die ausgewählten 25 Anwendungsfälle ausrollen zu können. Einige der zu erweiternden beziehungsweise zu implementierenden Anwendungsfälle sind:

  • Pumpwerküberwachung: Alarmierung bei Anlagendefekten und Anomalien, Vermeidung von Schäden durch nicht gemeldete Fehler
  • Grundwasserpegelmessung: Automatisierung einer bisher zeitaufwändigen händischen Messung
  • Leckageerkennung: Erkennung von Leckagen und automatisiertes Beenden der Wasserzufuhr (Einsatzbereich: Sporthallen, aufgrund der teuren Böden)
  • Energiemonitoring: Verbrauchstransparenz (Wasser, Strom, Öl, Heizung), Kostentransparenz, Wegfall aufwändiger Ablesung, Einsparpotentiale
  • automatisierte Steuerung von Oberlichtern: bedarfsgerechtes, automatisches Lüften
  • Gebäudeüberwachung: Erhöhung der Sicherheit, Vermeidung von unbefugten Zutritten und Schäden, Vermeidung von Schimmelbildung
  • Überwachung von Rettungswegen: automatisierte Alarmierung bei Belegung von Flucht- und Rettungswegen

Um das IoT-Netz aufzubauen und die Anwendungsfälle umzusetzen, wurde eigens Fachpersonal eingestellt. Dominik Peitz ist Elektroniker und gebürtiger Delbrücker. Seine Stelle im Projekt wird ebenfalls zum Großteil durch die Förderung getragen.
„Das LoRaWAN-Projekt der Stadt Delbrück ist für mich sehr spannend, da es sich beim Long Range Wide Area Network um eine recht neuartige Technologie handelt, die nahezu unzählige Anwendungsfelder bietet. Um die 25 Delbrücker Anwendungsfälle flächendeckend ausrollen zu können, haben wir das Funknetz nun verdichtet. Fast jedes LoRaWAN-Gateway ist an einem sechs Meter langen Teleskopmast montiert, um die Reichweite zu verbessern. So werden auch die Randbereiche und Kellerräume mit ausgeleuchtet.“ erklärt Dominik Peitz.

Weiteres Vorgehen:
Im Anschluss an die Installation und Inbetriebnahme der Gateways wird in Kürze ein Netzabdeckungstest durchgeführt. Ergebnis dieses Tests ist eine Netzabdeckungskarte, die aufzeigt, an welchen Stellen im Stadtgebiet das Netz welche Stärke aufweist. Auf dieser Basis können Nachverdichtungen durch die Installation weiterer LoRaWAN-Gateways vorgenommen werden. Die Netzabdeckungskarte wird auf der Homepage der Stadt Delbrück veröffentlicht werden.

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart zu Besuch in der Modellregion OWL

v.l.n.r.: NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart und Michael Dreier, Bürgermeister von Paderborn. Bildrechte: Stadt Paderborn 
v.l.n.r.: NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart und Michael Dreier, Bürgermeister von Paderborn. Bildrechte: Stadt Paderborn

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart lobt Arbeit in der Modellregion OWL

OWL will weiter digitaler Vorreiter sein

Ostwestfalen-Lippe will auch in der Zukunft weiter digitaler Vorreiter in NRW sein. Eine entsprechende Absichtserklärung für die weitere interkommunale Zusammenarbeit zu diesem Zweck überreichte Paderborns Bürgermeister Michael Dreier als Vorsitzender des Digitalboards Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW im Paderborner Rathaus am 15. Juli 2020.

Seit 2018 ist Paderborn Leitkommune der digitalen Modellregion OWL. Das vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) geförderte Programm wurde zunächst auf drei Jahre befristet und läuft 2021 aus. „In OWL wollen wir den Weg zur digitalen Zukunft gemeinsam weiter gehen“, so Michael Dreier. Gerade die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie wichtig Digitalisierung in allen Lebensbereichen sei.

15 Projekte wurden in Ostwestfalen-Lippe bisher bewilligt. 17,3 Millionen Euro hat das Land dafür bereitgestellt. Mit der Absichtserklärung bekräftigen die teilnehmenden Städte das Ziel digitale Informationen zu teilen, den Transfer und die Vernetzung untereinander zu stärken und mit innovativen Kooperationsprojekten einen besseren Zugang zu Fördermitteln des Landes, des Bundes oder der Europäischen Union zu bekommen.
Mit den Vorbereitungen für den Digitalkongress „Digitale Zukunft@OWL“ im April 2021 wurde sogleich die erste Aktion angekündigt, die die Ernsthaftigkeit der Bestrebungen deutlich machte: Der Kongress wird als digitaler Projekt- und Ideenpool dienen und die große Brandbreite an digitalen Akteuren und Projekten der Region zusammenbringen.
Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart lobte bei seinem Besuch in Paderborn die Arbeit in der Modellregion. „Seit dem Start hat das große Engagement und die Begeisterung der Modellregion OWL für die Digitalisierung nicht nachgelassen“, so Pinkwart. OWL sei vorangegangen und habe Beachtliches geleistet.

Die Partner der zukünftigen interkommunalen Kooperation haben zunächst Portalstrukturen im Bereich des E-Government auf der Agenda. Im Bereich Smart City/Smart Region will man sich im ersten Schritt auf Infrastrukturthemen wie LoRaWAN (ein Förderprojekt dazu wird derzeit bei der Stadt Delbrück durchgeführt) und 5G-Konzeptionen, auf Open Data mit kommunaler Architektur und Datenstrategie sowie auf den Bereich Mobilität mit multimodalen Verkehrskonzepten konzentrieren.

Große Smart-City-Studie zu IoT-Infrastrukturen in acht deutschen Städten

Bonn/Delbrück/Dresden/Haßfurt/Kaiserslautern/Paderborn/Solingen/Ulm/Wolfburg.

Der Ladesäulenparkplatz, der meldet, wenn er frei ist, die Straßenbeleuchtung, die mit farbigem Licht eine Gefahrenstelle markiert, oder der Bus, der fährt, wenn er benötigt wird: Intelligente Anwendungen können den Aufenthalt in der Stadt komfortabler, effizienter und sicherer machen. Insbesondere die Hauptstädte weltweit sind Vorreiter, wenn es um Smart City geht. Weniger im Fokus und oft finanziell und personell knapper aufgestellt sind Städte, die nicht als nationale oder internationale Schwergewichte wahrgenommen werden, die aber im Zuge einer modernen und innovativen Stadtentwicklung ihre Infrastruktur mit Internet of Things (IoT)-Anwendungen ausstatten. Davon können EinwohnerInnen, BesucherInnen und die regionale Wirtschaft profitieren. Wie in anderen Bereichen der Digitalisierung ist auch hier die Informationssicherheit ein wesentlicher Erfolgsfaktor.
Im Frühjahr 2020 startete im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Studie „SMIoTI (Secure Municipal Internet of Things Infrastructures)“. Gemeinsam mit vier am BMI-Modellprojekt Smart Cities teilnehmenden Städten (https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2019/07/20190709-smartcities.html)-- Haßfurt, Kaiserslautern, Solingen und Wolfsburg -- analysiert das BSI bereits bestehende Smart-City-Projekte im Hinblick auf deren Informationssicherheit. Gleichzeitig begleitet das BSI in einem weiterführenden Schritt der Studie vier weitere Städte von Beginn an bei der Entwicklung ihrer Smart City-Infrastrukturen. Ziel ist es, auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse Handlungsempfehlungen zur IT-Sicherheit für Digitalisierungsprojekte weiterer Städte weiterzugeben. So werden die Ergebnisse für zukünftige kommunale IoT-Projekte nutzbar gemacht. Die Studie wird bis in die zweite Jahreshälfte 2021 andauern.
„Ich freue mich sehr und bin den Städten Haßfurt, Kaiserslautern, Solingen und Wolfsburg dankbar, dass sie unseren Expertinnen und Experten alle Informationen zu ihren innovativen IoT-Projekten zur Verfügung stellen. Delbrück, Dresden, Paderborn und Ulm werden wir hingegen von Anfang an bei der Konzeptionierung und Umsetzung ihrer Projekte begleiten. Vielerorts stecken die Smart City-Infrastrukturen noch in den Kinderschuhen. Daraus ziehen wir nun einen Vorteil: Wir können sehr früh Informationssicherheit für Smart Cities mitgestalten. Als Cyber-Sicherheitsbehörde des Bundes wollen wir mit Hilfe dieser Studie Maßnahmen und Handlungsempfehlungen als Basis für zukünftige Standards entwickeln und so die Informationssicherheit kommunaler IoT-Infrastrukturen in ganz Deutschland mitgestalten“, so BSI-Präsident Arne Schönbohm.

Für die Stadt Delbrück, Bürgermeister Werner Peitz:

„Delbrück freut sich über die Zusammenarbeit mit dem BSI und darüber, eine von vier Städten deutschlandweit zu sein, die im Rahmen des IoT-Projektes begleitet wird. Ein Schritt in die richtige Richtung, um unsere Stadt effizienter, nachhaltiger und fortschrittlicher zu gestalten und eine zusätzliche Sicherheit für die städtischen Anwendungsfelder zu schaffen.“

Für die Stadt Dresden, Oberbürgermeister Dirk Hilbert:
„Die Landeshauptstadt Dresden entwickelt sich mit „MAtchUP“, dem europäischen Leitprojekt zur nachhaltigen Stadtentwicklung, zu einer der führenden Smart Cities. Im Bereich Energie gehen wir mit Smart Meter Gateways, adaptiver Straßenbeleuchtung und einer Gebäudeleitzentrale voran. Den Mobilitätssektor stärken wir mit intermodalen Mobilitätspunkten und Ladeinfrastruktur mit Reservierungsfunktion. Hier greifen wir auf eine Vielzahl von Sensoren und Kommunikationstechnologien wie NB-IOT, 5G oder LoRaWAN zurück, um die ermittelten Daten zentral an die städtische Urban City Plattform zu senden und Dritten zur Auswertung oder Steuerung zur Verfügung zu stellen. Genau hier spielt die Informationssicherheit eine immer größere Rolle. Deshalb ist es für uns sehr wichtig, gemeinsam mit dem BSI und den Projektpartnern die Risiken der kommunalen Infrastruktur zu untersuchen und einzugrenzen.“
Mehr über das Projekt in Dresden: www.dresden.de/matchup

Für die Stadt Haßfurt, Erster Bürgermeister Günther Werner:
„Datensicherheit ist ein Thema, welches immer größere Bedeutung erlangt. Aus diesem Grund freue ich mich, dass uns das BSI in unserem Smart City Prozess und dem Thema Internet of Things unterstützt. So können von Anfang an Befürchtungen aller Beteiligten begegnet werden.“
Mehr über das Projekt in Haßfurt: https://www.smartcityhassfurt.de/ und https://www.stwhas.de/stadtwerk/projekte/forschungsprojekte/

Für die Stadt Kaiserslautern, Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel:
„In der „Herzlich Digitalen“ Stadt Kaiserslautern, in der immer mehr IoT-Anwendungen im Einsatz sind, kommt Verlässlichkeit im Sinne von Cyber-Security eine steigende Bedeutung zu. Komplette Infrastrukturen müssen gegen Eindringlinge abgesichert werden. Als konkretes IoT-Projekt zur Identifikation von Cyber-Security-Herausforderungen stellen wir unser Projekt „Smarte Lichtmasten: Sicherheit durch Beleuchtung“ mit einer konkreten Pilotimplementierung am Fauthweg in Kaiserslautern zur Verfügung. Mit diesem Projekt soll das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt bei Nacht, schlechten Wetterverhältnissen oder Gefahrensituationen durch angepasste Beleuchtung erhöht werden. Damit wollen wir die Vorreiterrolle Kaiserslauterns in der Digitalisierung weiter ausbauen und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in dieses wichtige Zukunftsthema weiter erhöhen.“

Mehr über das Projekt in Kaiserslautern: https://www.herzlich-digital.de/smart-city-lights-plattform/

Für die Stadt Paderborn, Bürgermeister Michael Dreier:
„Wir freuen uns, dass wir bereits zum Beginn der Entwicklung unserer Datenplattform in Paderborn die Experten des Projektteams des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik an unserer Seite haben. So können wir den besonderen Fokus auf die Themen Datensouveränität und Datensicherheit legen, die für Paderborn ohnehin eine besondere Bedeutung haben.“

Für die Stadt Solingen, Oberbürgermeister Tim Kurzbach:
„Ich bin glücklich und stolz, dass Solingen zu den ersten Smart City Modellprojekten des Bundes gehört. Obwohl wir bekanntermaßen wenig Geld in der Stadtkasse haben, investieren wir als wachsende Stadt seit Jahren kräftig in den Ausbau der digitalen Infrastruktur und konnten bereits Erfahrung mit verschiedenen Sensoren für Wetter, Umwelt oder Parkplätze machen. Die Zusammenarbeit mit dem BSI ist ein wesentlicher Baustein, die Informationssicherheit der Smart City-Infrastruktur von Anfang an mitzudenken.“
Mehr über das Projekt in Solingen: https://www.solingen.de/de/inhalt/solingen.digital/

Für die Stadt Ulm, Oberbürgermeister Gunter Czisch:
„In Ulm gehen wir die Themen der Zeit seit jeher selbstbewusst und verantwortungsvoll an – und das heißt, dass wir schon während dieses Projektes Erkenntnisse sammeln und aufgreifen wollen. Wir bestimmen, wer auf welche Sensorendaten zugreifen darf und welche Dienste angeboten werden. Der digitale Wandel muss uns dann keine Angst machen.“
Mehr über das Projekt in Ulm: https://www.ulm.de/leben-in-ulm/digitale-stadt

Für die Stadt Wolfsburg, Erster Stadtrat Dennis Weilmann:
„Ich freue mich, dass nachdem wir bereits im vergangenen Jahr Smart City Modellstadt des BMI geworden sind, einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg in die digitale Zukunft machen werden. In Wolfsburg haben wir bereits seit einigen Jahren eine offene digitale Plattform basierend auf Open Source – diese Plattform gilt es für IoT-Anwendungen und als Fundament der Smart City Modellstadt Wolfsburg weiter auszubauen. Daher freuen wir uns sehr auf den gemeinsamen Austausch mit Expert*innen des BSI und den anderen Städten zu Themen wie Data Security und IoT-Infrastruktur.“

Gemeinsam von digitalen Lösungen profitieren

Bildrechte: Stadt Paderborn 
Bildrechte: Stadt Paderborn

Virtuelle Fachkonferenz Digitalisierung am 19. Juni 2020

„Die digitale Transformation ist für alle von besonderem Interesse, für die Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen und für die Kommunen. Deshalb wollen wir zusammen daran arbeiten, die Digitalisierung in den Kommunen schnell voran zu bringen – NRW will dabei Vorreiter sein.“ Mit diesen Worten eröffnete Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen am 19. Juni in Düsseldorf die zweite und zugleich virtuelle Fachkonferenz zur Digitalisierung der Kommunen in NRW. Minister Pinkwart hatte diesmal insbesondere Informationen für die kleineren Kommunen im Gepäck.

Geht Digitalisierung auch in kleineren Kommunen? Vertreter aus den fünf Digitalen Modellregionen NRW und ihren Leuchtturmprojekten gaben im virtuellen Konferenzformat mit digitalen Ausstellungsflächen sowie im Panel-Talk ihre Informationen weiter, um den Wissensdurst insbesondere der kleineren Kommunen zu den angelaufenen Projekten und der Übertragbarkeit zu stillen. So teilte auch das Projektbüro Paderborn für die Modellregion OWL sein Projektwissen zu den übertragbaren Inhalten der E-Government-/ und Smart City Anwendungen mit den Interessierten. Die Modellprojekte aus OWL und aus ganz NRW wurden auf den virtuellen Projektständen präsentiert. Im Panel-Talk u.a. mit Christiane Boschin-Heinz, CDO der Stadt Paderborn, Alexander Handschuh, Städte- und Gemeindebund und Karola Voß, Bürgermeisterin Stadt Ahaus, wurden dann auch die digitalen Lösungsansätze für die kleineren Kommunen deutlich. Bei den Projektständen war auch das Delbrücker Projekt „LoRaWAN 2.0“ zum Ausbau des IoT-Netzes vertreten, welches Frau Boschin-Heinz als Infrastrukturprojekt einer Kommune zum Einstieg in die Digitalisierung beispielhaft anführte. Die Best Practices aus den Anwendungsfällen in dessen projektierten Themenfeldern lassen erkennen, wie das Projekt praktisch übertragbar ist. Auch kann von der Dokumentation des Erfahrungswissens aus der Zusammenarbeit der regionalen Projektpartner, wie beispielsweise in der Umsetzung von Netzzusammenschluss und Roaming, profitiert werden. Die Erkenntnis daraus: Nicht die Größe der Kommune ist für die erfolgreiche Übertragung eines Digitalisierungsprojektes entscheidend, sondern aus den Prozessinformationen erkennen zu können, ob eben diese Projektentwicklung dem eigenen kommunalen Bedarf Nutzen bringen kann.

Sich mit den Akteuren der Modellprojekte konkret zu den einzelnen Erfolgsfaktoren und den Handlungsschritten zu verständigen bringt den Erkenntnisgewinn, ein Projekt adaptieren zu wollen und damit den eigenen Entwicklungsweg abkürzen zu können. So zogen Frau Boschin-Heinz und die Veranstalter der Fachkonferenz ein gemeinsames Fazit: Da die Digitalisierung als Werkzeug für die Verbesserung der Lebens- und Standortqualität eingesetzt wird, ist in der Kommune das einheitliche Verständnis über die konkret anstehenden Digitalisierungsthemen die Handlungsbasis für die Kommune.
Mit dem entsprechenden Leitbild, dem digitalen Mindset und dem strukturierten Wissenstransfer geht Digitalisierung selbstverständlich auch in kleineren Kommunen.

Redaktion: Stadt Paderborn

LoRaWAN 2.0: Delbrück freut sich über Förderbescheid in Höhe von 1.072.506 EURO

Teilnahme an der Smart Country Convention in Berlin

Vom 22. Bis 24. Oktober fand in Berlin die zweite Smart Country Convention statt, mit 12.700 Teilnehmenden, 150 Ausstellenden und 400 Sprechern setzte die Kongressmesse die Messlatte im Gegensatz zum Vorjahr noch einmal deutlich höher. Unter den Teilnehmenden war auch eine Delegation der Modellregion OWL.

Die Smart Country Convention ist eine Messe, die sich rund um Smart Cities und Regions, sowie rund um die digitale Verwaltung dreht. Sie bringt Vertretungen von Verwaltungen, Politik, Digitalwirtschaft, Verbänden und Wissenschaft zusammen und sorgt mit einer Kombination aus Workshops, Messe und Kongress für einen regen Informationsfluss. Neuerungen in diesem Jahr waren die drei Digitalkonferenzen, neue interaktive Formate und ein Karrieretag. Mit einer besonders großen Vielfalt von Themen präsentierte sich auch das Programm der Convention: Die Delegation der Modellregion OWL informierte sich unter anderem über IT-Innovationen in der Verwaltung, Open Data, E-Government von morgen, Digital Health und die Umsetzung des Online-Zugangs-Gesetzes (OZG). Zudem wurde auch das Konzept der Modellregion NRW durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) vorgestellt.

Internationales Smart-City-Vorbild und Partnerland der diesjährigen Veranstaltung war das Land Litauen, welches sein Know-how und die digitalen Innovationen in verschiedenen Bereichen der Digitalisierung vorstellte. Zudem wurde die Veranstaltung von dem Städte- und Gemeindebund, Städtetag, Landkreistag – und dem Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) unterstützt.

Die nächste Smart City Convention findet vom 27. Bis zum 29. Oktober 2020 statt.

Redaktion: Stadt Paderborn

Delegation des Projektbüros OWL bei der Smart Country Convention Berlin

KDN-Roadshow in Paderborn

Logo Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
Logo Digitales NRW - Modellregion OWL

Digitalisierung der kommunalen Verwaltungen - Modellregionen tauschen sich aus

Die Serviceleistungen der kommunalen Verwaltungen in NRW sollen digitaler gestaltet werden – dafür setzt sich das Land Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit den digitalen Modellregionen ein. Im Zuge dessen startete die Landesregierung zusammen mit dem Verband der kommunalen IT-Dienstleister (KDN) eine Veranstaltungsserie „Roadshow Digitale Modellregionen und E-Government“. Nach einer ersten Auftaktveranstaltung im Juli in Düsseldorf geht es nun in den Modellregionen weiter. Am 01. Oktober präsentierte die Modellregion OWL im Heinz-Nixdorf-Forum in Paderborn ihre innovativen Projekte zu digitalen Verwaltungsdiensten.

Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl begrüßte zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Digitalen Modellregion OWL die Anwesenden. Die Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Detmold fasste kurz den aktuellen Stand in der Modellregion OWL zusammen: „Die fortschreitende Digitalisierung unserer Gesellschaft schafft neue Handlungsmöglichkeiten für Verwaltungen. Behörden kommunizieren mit Bürgern und Unternehmen, aber auch untereinander zunehmend online. Das vereinfacht die Abläufe, beschleunigt die Verwaltungsprozesse und steigert die Bürgerfreundlichkeit. Mit dem Programm ‚Digitale Modellregionen‘ fördert das Land Kommunen beim digitalen Wandel mit bisher zwölf Millionen Euro in OWL. Das Projektkonzept LoRaWAN der Stadt Delbrück zur Digitalisierung von Verwaltungsprozessen konnte bereits komplett abgeschlossen werden. Weitere neun Projekte in OWL haben ihre Förderzusage erhalten und aktuell werden weitere Anträge von förderwürdigen Projekten geprüft.“

Antragsprozesse durchgängig elektronisch abwickeln? Bewohnerparkausweise zu jeder Tageszeit an jedem Tag der Woche online beantragen? Durch nur einen Klick die bewirtschafteten Parkzonen anschauen? Das alles und noch viel mehr wird bald bei der Stadt Paderborn möglich sein. Ob altbewährt „in der Verwaltung“ oder ganz bequem „vom Sofa aus": Behördengänge können zukünftig über ein einheitliches Serviceportal erledigt werden. Die Bürgerinnen und Bürger sollen so die Vorteile einer digitalen Verwaltung bei allen ihren Kontakten erleben - sowohl online, als auch beim telefonischen Kontakt und bei persönlichen Besuchen vor Ort. Die medienbruchfreie und in beide Richtungen ablaufende Übertragung von Daten ist an dieser Stelle besonders innovativ.

„Die Digitalisierung muss für die Bürgerinnen und Bürger erlebbar gemacht werden“, so eine Vertreterin des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie auf der Veranstaltung. „Auch eine schnelle Übertragbarkeit der Ergebnisse ist wichtig, damit alle Gemeinden und Gemeindeverbände von den Modellvorhaben profitieren können.“ Die entwickelten Onlineservices sollen nach und nach landesweit zur Verfügung stehen und weitere Digitalisierungen in Nordrhein-Westfalen gezielt vorangetrieben werden. Die eigene Projektentwicklung kann so entfallen und die schnelle Digitalisierung in NRW wird angetrieben. Deshalb brachte das Land Interessierte aus Städten und Gemeinden in OWL und darüber hinaus zusammen, um ins Gespräch zu kommen und die Details zu den laufenden Vorhaben auszutauschen, damit die Beteiligten bei der Gestaltung der Digitalisierung vernetzt agieren können. Zentrales Element der Umsetzung des Programms „Digitale Modellregionen NRW“ ist deshalb der kontinuierliche Informationsaustausch mit den Kommunen in NRW. Dieser wird in den anderen Modellregionen mit der Veranstaltungsreihe fortgesetzt.

Redaktion: Stadt Paderborn

KDN-Roadshow in Paderborn

Ein Jahr Digitale Modellregion OWL

Logo Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
Logo Digitales NRW - Modellregion OWL

Land NRW unterstützt neue Projekte in den Lebensbereichen Sicherheit, Verwaltung und Gesellschaft

Im Rahmen der digitalen Modellregion wurden nun drei weitere Projekte bewilligt und bekamen den Förderbescheid des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE). Am Freitag, 6. September, erhielten die Projekte „ZEonline“, „INSPIRE – Integrierte Sicherheits-Pilot-Region“ und „TheaterLytics“ ihre offiziellen Förderbescheide von der Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl. Im Rahmen einer Pressekonferenz zum Thema „Ein Jahr Digitale Modellregion“ wurden die Förderbescheide im Historischen Rathaus Paderborn übergeben.

Rückblickend auf das Jahr der Modellregion resümierte Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl:
„Das Projekt Digitale Modellregion OWL ist eine Erfolgsgeschichte. Innerhalb kürzester Zeit wurden von der Stadt Paderborn, dem Kreis Paderborn, der Stadt Delbrück, der kreisfreien Stadt Bielefeld und der Bezirksregierung Detmold die nötigen Strukturen zur Förderung der Digitalisierung der Region geschaffen. So konnte bereits im ersten Jahr LoRaWAN, ein Projekt der Stadt Delbrück zur Digitalisierung von Prozessen der städtischen Verwaltung, komplett abgeschlossen werden. Weitere neun Projekte wurden zudem bewilligt. Das zeigt: Ostwestfalen-Lippe ist ein leistungsstarker Taktgeber bei der Digitalisierung von Verwaltungen und dem Einsatz digitaler Technologien im Zuge der Stadtentwicklung. Bisher wurden zwölf Millionen Euro aus Landesmitteln bewilligt. Unterdessen geht die Förderung von wegweisenden Digitalisierungsprojekten weiter: Aktuell werden weitere Anträge von förderwürdigen Projekten geprüft.“

Im Juli des Jahres 2018 startete die Reise der Digitalen Modellregion OWL mit der Veröffentlichung der Förderrichtlinie, der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung und der Einreichung der ersten Förderanträge. Das Projektbüro nahm im Herbst seine Arbeit auf und die ersten Projekte der Modellregion konnten im Oktober starten: das Digitale Bürgerbüro der Stadt Paderborn, das LoRaWAN Projekt der Stadt Delbrück und das Serviceportal des Kreises Paderborn. Zentrales Anliegen vom Land und der Modellregion OWL ist es nun, diese und die weiteren Projekte in der Region bekannt zu machen und Möglichkeiten zum Transfer aufzuzeigen. Eine erste Informationsveranstaltung dazu fand im Juli 2019 in Düsseldorf statt, in der alle laufenden Projekte der Modellregionen NRW vorgestellt wurden. In den einzelnen Modellregionen wird es im Herbst dieses Jahres vertiefende Folgeveranstaltungen geben. Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart sagte im Vorfeld der Bescheidübergabe: „Die Modellregionen heben bisher ungenutzte Digitalisierungspotenziale hervor und stoßen dabei wegweisende Projekte an. Paderborn hat früh angefangen, „digital“ zu denken. Das zeigt sich auch bei den geförderten, innovativen Projekten: Jedes kann auf seine Art für andere Kommunen in Nordrhein-Westfalen als Vorlage für eigene Vorhaben dienen.“
Auch Bürgermeister Michael Dreier resümierte das vergangene Jahr: „Dank des großen Engagements der antragstellenden Akteure aus Wirtschaft, Universität und Verwaltung werden jetzt innovative Digitalprojekte gefördert, von denen viele in der Leitkommune Paderborn umgesetzt werden können. Ich bin stolz darauf, dass wir es als Leitkommune geschafft haben, ein so vielfältiges und zukunftsweisendes Förderprogramm in die Region zu holen.“

Anschließend stellten sich die Projekte, die an diesem Tag den Förderbescheid erhielten, der Presse vor: Durch das Projekt „ZEonline“ soll der Immobilienmarkt, welcher sowohl für Fachleute, als auch für Privatleute oft nicht so leicht zu durchschauen ist, transparenter gestaltet werden. Die Kaufpreissammlungen, die durch landesweite Gutachterausschüsse geführt werden und die alle Immobilienkauffälle umfassen, sollen zentral online erfasst werden. Die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern wird verbessert und der Aufwand der Gutachterausschüsse wird reduziert, da die Erhebung der Daten vereinfacht und die Weiterverarbeitung beschleunigt wird. Das Amt für Vermessung und Geoinformation der Stadt Paderborn arbeitet während der nächsten 3 Jahre zusammen mit dem Kreis Höxter, der Stadt Wuppertal, der Stadt Gelsenkirchen, sowie der Hochschule Bochum an diesem Projekt.

Bei Einsätzen von Feuerwehren und anderen Einsatzkräften muss es von einer Sekunde auf die andere ganz schnell gehen. Der Weg zum Einsatzort soll schnell erreicht werden und vorab müssen alle verfügbaren Informationen gesammelt werden. Das Projekt „INSPIRE“ bietet hierfür die Vernetzung von innovativen Technologien für die zivile Gefahrenabwehr. Unterschiedliche Einzellösungen werden mit neuen Bedarfen und Potenzialen zusammengeführt, um die beste Lösung für den Einsatzfall zu schaffen. Um diese zu erreichen wird in vier Teilprojekten gearbeitet. Daten aus den Bereichen Smart Home/Building, Personenstrommessungen, Drohnen und Social Media werden kombiniert, um im Einsatzfall, aber auch schon im Vorhinein, optimiert handeln zu können. Das Projekt hat eine Laufzeit von 3 Jahren und wird vom safety innovation center e.V. geleitet, welcher mit dem C.I.K. (Computeranwendungen und Integration in Konstruktion und Planung) der Universität, sowie den Firmen RTB, Viafly und Symcon kooperiert.

Das dritte Projekt läuft unter dem Namen „TheaterLytics“. Hier soll ein Entscheidungsunterstützungssystem für das datenbasierte Erlösmanagement und die Angebotsgestaltung von kulturellen Angeboten entwickelt werden. Besucherzufriedenheit, und die wirtschaftliche Situation von Kulturbetrieben sind aktuell von vielen Entscheidungen abhängig, die häufig erfahrungsbasiert getroffen werden. Ein Managementsystem soll datenbasiert bei der Erstellung von Prognosen für Angebote und Auslastung unterstützen, indem es diverse Einflussfaktoren, wie beispielsweise Wetter, Wochentag, Ferien und Genre berücksichtigt. In dem Projekt arbeitet das SI-Lab der Universität Paderborn zusammen mit dem Theater Paderborn und der OPTANO GmbH.

Auch die Stadt Delbrück ist in der Modellregion OWL aktiv und durfte sich schon im letzten Jahr über eine Förderung freuen. Werner Peitz, Bürgermeister der Stadt Delbrück, gab einen Überblick über das Projekt „LoRaWAN“, welches bereits erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Nun ist das Folgeprojekt „LoRaWAN 2.0“ in der fortgeschrittenen Planung. Landrat Manfred Müller zeigte sich sehr erfreut über diese Erfolge und blickte in die Zukunft: „Jetzt gilt es die Projektergebnisse über OWL hinaus zu übertragen, sodass viele Kommunen in NRW von unserer Pionierarbeit profitieren können.“
Christiane Boschin-Heinz, Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung der Stadt Paderborn, zeigte sich sehr erfreut über diese Erfolge und blickt in die Zukunft: „Wir machen uns bereits jetzt in Abstimmung mit den Kreisen und Kommunen auf den Weg, um die digitale Zukunft OWLs in den Bereichen eGovernment und digitale Stadtentwicklung zu gestalten. Uns allen ist bewusst, dass wir in der Region neu vernetzt denken müssen und dass wir gemeinsam als Region stärker sind.“

Redaktion: Stadt Paderborn

Ein Jahr Digitale Modellregion OWL

Kontakt

Miriam Mattiza
Stabsstelle Digitalisierung

Rathaus - Lange Straße 451. ObergeschossRaumnummer18
T05250 / 996-134
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