Krieger-Ehrenmal und Neukirchs-Kreuz

Blick von der Dormitte in östliche und westliche Richtung

Im Vordergrund der Aufnahme aus dem Jahr 1938 ist das erste Krieger-Ehrenmal zu sehen, das 1922 nach dem ersten Weltkrieg errichtet wurde. Vor der Gaststätte Biermeier, später Beringmeier, gab es damals bereits eine kleine Tankstelle für die wenigen Autos. Das Haus Biermeier beherbergte seit 1889 eines der ersten Wirtshäuser in Westenholz. Neben der Landwirtschaft auf 30 Morgen betrieb die Familie eine Schankstube. Später kam eine Bäckerei dazu. Die angrenzende Scheune diente während des sonntäglichen Hochamtes in der Pfarrkirche als Unterstellplatz für Pferde und Kutschen.
Den Namen Neukirchs Kreuz, das auf dem rechten Foto abgelichtet wurde, verdankt das prägende Gottesbekenntnis an der Westenholzer Straße seinem Erbauer Georg Neukirch. Er war Gastwirt des Hauses Lütkewitte. Bei genauerem Betrachten erkennt man dahinter Strohrichten auf seinem landwirtschaftlich genutzten Feld. Zur ersten Bebauung, die links hinter den Bäumen zu erkennen ist, gehörten das Haus Biermeier und die Alte Schmiede.

Das Kriegerehrenmal

1957 musste das 1922 errichtete Kriegerdenkmal dem Straßenbau weichen. Unter der Regie des Schützenvereins entstand an der Ecke Grubebachstraße/ Am Kolpinghaus zum Ersatz ein modernes Monument mit der Inschrift „Die Toten mahnen“. Neben dem Ehrenmal an der Grubebachstraße gibt es als weiteres Zeichen gegen Krieg und Terror in der Turmkapelle der Pfarrkirche seit 2011 ein neues, modernes Mahnmal. Bei der Erstellung des dazu gehörenden Bildbandes „Die Toten mahnen“ wirkten die drei Zeitzeugen Anton Almodt, Stefan Thielemeyer und Alois Rolf mit.

Neukirchs Kreuz

Zahlreiche Wegekreuze, Bildstöcke und Kapellen zeugen von der Frömmigkeit der
Menschen in früherer Zeit. Bereits 1784 ließ Pfarrer Wilhelm Hülsmann alle Flurdenkmäler erfassen und den baulichen Zustand dokumentieren. Zu den Wegekreuzen und Bildstöcken kommen die Kapellen Almodt an der Mühlenheider Straße, Bökmann am Boikweg, Fulhorst an der Nordhagener, Schweihoff an der Rieger sowie Lakmann und Rolf an der Westenholzer Straße. Genau dort stand einst auch die Kapelle Meiwes, die mittlerweile das Freilichtmuseum in Detmold ziert. Weit über 100 Wegekreuze und Bildstöcke in unterschiedlicher Gestaltung geben auf Westenholzer Boden ein Zeichen des Glaubens und Anlass zum Gebet. Einige sagen Dank für ausgestandene Gefahren. Andere halten Erinnerungen an spezielle Ereignisse und Personen wach.

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