Wiemenkamp

Dieser zentrale Platz führt einen interessanten Namen. Die beiden Bestandteile scheinen etwas mit Viehhaltung und Landwirtschaft zu tun zu haben. Diese Vermutung trifft nur auf den zweiten Teil zu, wie das obere Bild zeigt.

Die gesamte Fläche zwischen Pastorat und dem dazu gehörenden Garten (oben) und der zu denkenden Boker Straße wurde noch in den sechziger Jahren von der Landwirtschaftsabteilung des Krankenhauses beackert.

Das andere Bild zeigt die Rückfront der Häuser an der Oststraße; gut zu erkennen ist die Löwenapotheke. Am Zaun entlang verlief ein unbefestigter Weg, den die Anwohner überqueren mussten, wenn sie auf ihren kleinen Gartenparzellen Grünkohl oder Porree ernten wollten. Im Übrigen gehörte der Apotheker Gilges zu den ersten Spargelbauern am Ort, wenn diese Gemüse hier auch nur in einer Reihe von fünf Metern Länge wuchs. Wer möchte, kann überlegen, ob er die heutige Situation gegen die Romantik der 1950er Jahre eintauschen möchte.

Wenn der Wiemen, der erste Teil des Namens, nichts mit Hühnervieh zu tun hat, was sagt er uns dann? Er stammt von dem lateinischen Wort vidum, das ist der Kirche gehörendes Land, was die Kirchengemeinden u. a. bei ihrer Gründung im Mittelalter als Grundausstattung mitbekommen hatten. Da die Kirche kaum zu Landverkäufen neigt, vermutet der Leser nun ganz richtig, dass dieses Parkplatzgelände immer noch der katholischen Kirchengemeinde gehört und seit Jahr und Tag an die Stadt verpachtet ist.

In die Volksfeste Delbrücks ist der Wiemenkamp eng eingebunden: Beim Katharinenmarkt liegt er mitten im Zentrum des Geschehens, beim Karneval starten und enden hier der Kinderumzug am Sonntag und der Rosenmontagsumzug. Wer es liebt, sich mit frischen Produkten vom Wochenmarkt einzudecken, hat am Freitagsnachmittag dazu Gelegenheit.

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