Kirchplatz

Im Haus Kirchplatz 10, dem Stockwerkbau mit seiner Doppeltreppe, lebte die Witwe Lohmann mit ihrem Sohn Caspar Anton, der als reicher Kaufmann per Testament die nach ihm benannte Waisenhausstiftung verfügte. In diesem Haus Kirchplatz Nr. 10 war später unter anderem auch mal die Drogerie Peters (1899) und danach lange Jahre die Praxis Dr. Josef Schmidtmann, dessen Sohn Dr. Bernd Schmidtmann das Haus 1982 an die Stadtsparkasse Delbrück verkaufte, die es der Stadt Delbrück zur Nutzung als Heimathaus übergab, nun mit Heimatstuben, Schützenzimmer und Karnevalsstübchen (HSK) und Beratungsräumen der Caritas.

Das Johanneshaus, die Nr. 11, wurde 1970 als Ersatz für die Alte Mädchenschule gebaut und dient den Gruppen, Organisationen und Vereinen der Pfarrgemeinde als Veranstaltungszentrum. Diese Mädchenschule, die nur aus einem Erdgeschoss bestand, diente seit 1824 als Schulgebäude, zuletzt für die evangelische Volksschule. Vor dem Abbruch nutzte die Borromäus-Bücherei Räume, was auch heute seit dem Neubau mit stark wachsendem Zuspruch durch die Leser wieder der Fall ist. Der Elisabethsaal im Süden wurde später angebaut und trägt an der Außenwand im Süden das Kreuz, das von 1970 bis 1986 am Kreuzaltar in der Kirche den Korpus mit den Reliquien trug.

Der ganze Kirchplatz gehört bis unmittelbar an die Häuserfronten heute noch der katholischen Kirche und wurde 2017 renoviert. Er war Jahrhunderte lang Friedhof der Pfarrei, bis dieser nach mehrjährigen Überlegungen und Planungen 1827 aus hygienischen Gründen an seinen heutigen Platz im Osten der damaligen Bebauung auf "Stratmanns Feld" verlegt wurde.

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