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Reparieren statt wegwerfen!

06.12.2022

„Repair Café“ geht in Delbrück wieder an den Start

Unterstützen das Repair Café: (vorne v. l. sitzend) Erwin Gehnen, Helga Muth, Hubert Hermelingmeier, Mechthild Stamm, Heinz Klobe und Rudolf Zehe (v. l. stehend) Gabriele Hische (Pfarrerin der ev. Kirchengemeinde), Rita Köllner (Gleichstellungs- und Familienbeauftragte der Stadt Delbrück), Rainer Kückmann und Heike Wehner 
Unterstützen das Repair Café: (vorne v. l. sitzend) Erwin Gehnen, Helga Muth, Hubert Hermelingmeier, Mechthild Stamm, Heinz Klobe und Rudolf Zehe (v. l. stehend) Gabriele Hische (Pfarrerin der ev. Kirchengemeinde), Rita Köllner (Gleichstellungs- und Familienbeauftragte der Stadt Delbrück), Rainer Kückmann und Heike Wehner

Nach dem tollen Start des Repair Cafés in Delbrück im Jahr 2020, wird jetzt wieder nach langer „Corona Auszeit“ und mit einem personellen Wechsel durchgestartet. Am Sonntag, 8. Januar 2023, öffnet das Repair Café im Gruppenraum der evangelischen Segenskirche, Driftweg 31a, wieder von 14.00 bis 17.00 Uhr seine Türen. Zukünftig findet dies dann jeden zweiten Sonntag im Monat statt. „Ein sehr motiviertes, ehrenamtliches Team um Teamleiter Rudolf Zehe hat sich nun zusammengefunden, so dass ein Neubeginn des nachgefragten Projektes in Delbrück wieder möglich ist“, freut sich Rita Köllner, Gleichstellungs- und Familienbeauftragte der Stadt Delbrück. Zur Verstärkung des Teams werden noch weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, gerne auch Elektriker*innen, Elektroniker*innen, Schneider*innen etc., gesucht! Interessierte können sich bei Rita Köllner, Telefon 05250 996-281, rita.koellner@delbrueck.de, melden. Die Angebote im Repair Café sind kostenfrei.

Jeder kennt es: Gerade haben der Toaster, der Wasserkocher oder die Kaffeemaschine noch einwandfrei funktioniert und von jetzt auf gleich versagen sie ohne Vorankündigung den Dienst. Oft ist aber eine Reparatur der Geräte viel zu teuer oder scheint erst gar nicht möglich, weil sie nicht mehr aufzuschrauben sind. Der defekte Gegenstand muss durch eine Neuanschaffung ersetzt werden.
Nicht so bei den „Repair Cafés“, welche in den Niederlanden ins Leben gerufen wurden und sich mittlerweile auch in Deutschland einer immer größeren Beliebtheit und Akzeptanz erfreuen.
„Die Gäste des Repair-Cafés können ihre defekten oder funktions-untüchtigen Kleingeräte von Zuhause mitbringen und unter fachkundiger Aufsicht und Unterstützung selber reparieren. Eine Garantie oder Haftung für die reparierten Geräte geben wir natürlich nicht“, erklärt Zehe das Procedere. In angenehmer Atmosphäre kann bei Kaffee und gespendeten Kuchen die Wartezeit überbrückt werden. Und wer nichts zu reparieren hat, trifft nette Leute im Café oder hilft jemanden anderem bei der Reparatur. „Auch die Reparatur von Kleidung oder Anleitung/Hilfestellung zum Stricken oder Häkeln werden vor Ort angeboten“ ergänzt Mechtild Stamm, die die Organisation des Cafés unterstützt. „Kaum etwas schont die Umwelt, das Klima und den Geldbeutel mehr, wie der Verzicht auf unnötige Güter sowie eine möglichst lange Nutzung bestehender Ressourcen“, verdeutlicht Bürgermeister Werner Peitz, der die Idee und das Engagement der Ehrenamtlichen des Projektes sehr schätzt und auf vielfältige Unterstützung und großes Interesse an dem Repair Café hofft. Da die Angebote im Repair Café kostenfrei sind, werden Spenden gerne entgegengenommen, da sich das Projekt komplett davon finanziert, z. B. um Werkzeuge und Material aber auch Kaffee und Zutaten für Kuchen kaufen zu können, die ebenfalls ehrenamtlich gebacken werden.

Hintergrund:
„Repair Café“ ist eine Initiative von Martine Postma. Seit 2007 setzt sie sich auf verschiedene Arten für Nachhaltigkeit auf lokaler Ebene ein. Das allererste Repair Café organisierte Martine am 18. Oktober 2009, in Amsterdam. Es erwies sich als ein großer Erfolg.
Für Martine was dies der Anlass, die Stiftung „Stichting Reparatur Café“ ins Leben zu rufen. Diese niederländische Non-Profit-Organisation bietet lokalen Gruppen im In- und Ausland, die selbst ein eigenes Repair Café eröffnen wollen, seit 2011 professionelle Unterstützung an.
In Europa werfen wir Unmengen weg. Auch Gegenstände, an denen nicht viel kaputt ist und die nach einer einfachen Reparatur problemlos wiederverwendet werden könnten. Ein Repair Café ändert das! Es findet ein wertvoller praktischer Wissensaustausch statt. Gegenstände sind auf diese Weise länger brauchbar und werden nicht weggeworfen.
Im Repair Café lernen Menschen, Gegenstände auf andere Weise wahrzunehmen. Und sie ganz neu wertzuschätzen: Das Reparatur Café trägt zu einer Mentalitätsveränderung bei. Das ist dringend nötig, wenn Menschen für eine nachhaltige Gesellschaft eintreten sollen.

Keine Konkurrenz für Reparatur-Profis
„Stichting Reparatur Café“ wird hin und wieder gefragt, ob die kostenlosen Reparaturtreffen eine Konkurrenz für Reparatur-Profis sind. Die Antwort lautet: im Gegenteil! Mit dem Repair Café möchten Organisatoren aus dem ganzen Land vielmehr das Interesse am Reparieren wieder wecken. Besucher werden regelmäßig an die (wenigen) Profis weiter verwiesen, die es (noch) gibt. Außerdem sind die Besucher von Repair Cafés in den meisten Fällen keine Kunden von Reparaturfachleuten. Die Besucher erzählen, dass sie kaputte Gegenstände meistens sofort wegwerfen, da sie die Reparatur in der Regel zu teuer finden. Im Repair Café sehen sie, dass es zum Wegwerfen tatsächlich Alternativen gibt.

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