Rathausneubau Delbrück: Zahlen, Daten, Fakten

06.02.2020

Rathausneubau Delbrück: Zahlen, Daten, Fakten

Am 17. Februar 2019 fand der Ratsbürgerentscheid zum Neubau eines Delbrücker Rathauses statt. Bürgerinnen und Bürger haben sich mit 60,67 Prozent für einen Rathaus-Neubau auf Basis der bisherigen Planungen des Architekturbüros Alhäuser aus Elkenroth im „Himmelreich“ in Delbrück-Mitte ausgesprochen.

Am 17. Februar 2019 fand der Ratsbürgerentscheid zum Neubau eines Delbrücker Rathauses statt. Bürgerinnen und Bürger haben sich mit 60,67 Prozent für einen Rathaus-Neubau auf Basis der bisherigen Planungen des Architekturbüros Alhäuser aus Elkenroth im „Himmelreich“ in Delbrück-Mitte ausgesprochen. Jetzt stehen die Kosten, berechnet auf der Grundlage der überarbeiteten Entwurfsplanung, unter Einbeziehung der Fachplanungen von Baugrund, Vermessung, Tragwerkskonstruktion / Statik, Brandschutz, technische Gebäudeausrüstung und Bauphysik fest: Die Gesamtkosten für das Rathaus (ohne Tiefgarage) betragen 9.907.089 EURO. Die Baukosten sind mit 1,5 Millionen EURO höher ausgefallen als die Kostenschätzung es vorsah. Auch für den Ratsbürgerentscheid wurden die Kosten nur geschätzt und auch ohne die Kosten für die Tiefgarage angegeben. „Da zum Zeitpunkt des Ratsbürgerentscheides die Baukosten nur nach dem Baukostenindex geschätzt wurden, Detailplanungen noch ausstanden, Preissteigerungen eingetreten sind, aber auch die schwierigen Bodenverhältnisse und die Umluftkühlung der Arbeitsplätze und Versammlungsräume zu einem Preisanstieg geführt haben, ist das ein gutes und vertretbares Ergebnis. Die Entscheidung, ein Rathaus für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung zu bauen und somit alle an einem Standort zu vereinen, ist immer noch die richtige Entscheidung zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger“, so Bürgermeister Werner Peitz.
Im neuen Rathaus werden 103 Arbeitsplätze auf einer Nettonutzfläche von 2.195 Quadratmetern, verteilt auf 4 Geschossen, entstehen. Die Räume umfassen ein Foyer, die Zentrale, ein Trauzimmer -das auch als Sitzungszimmer genutzt werden soll-, 61 Büros, vier Sozialräume, auf jeder Etage eine barrierefreie Toilette, 3 Besprechungsräume und 19 Nutzräume für Archive, Kopierer, IT, etc..

Weitere Kennzahlen:
• Fahrstuhlanlage für Barrierefreiheit
• Luft-Wasser-Wärmepumpe zur Beheizung des Gebäudes; unterstützt bei Frosttemperaturen          durch Gasbrennwert-Therme als Spitzenlastkessel
• Lüftungsanlage für nicht natürlich belüftete Innenräume
• Photovoltaikanlage mit 29,6 kWp für circa 26.000 kWh/Jahr Dämmung und Haustechnik für            Energieeffizienzklasse A (entspricht circa KfW-55)

Hinzukommen werden die Kosten für eine Tiefgarage mit 26 Stellplätzen in Höhe von 1.847.916 EURO. Da in der Zwischenzeit weitere Parkflächen in unmittelbarer Umgebung zum neuen Rathaus für 20 Jahre angemietet werden konnten und durch den Abriss eines Gebäudes an der Boker Straße wieder zahlreiche, innenstadtnahe Parkplätze auf städtischen Grund entstanden sind und entstehen werden, soll von der ursprünglichen Planung, eine Tiefgarage mit 75 Stellplätzen, zu bauen, abgewichen werden. Die Kosten für einen Stellplatz der oberirdisch angelegt wird, beträgt nur die Hälfe der Kosten eines Stellplatzes in einer Tiefgarage.

Weitere mögliche Kostensteigerungen werden für die geplante Bauzeit berücksichtigt. Ein Drittel der Baukosten, die voraussichtlich noch 2020 vergeben werden können, bleiben ohne Aufschlag. Ein weiteres Drittel wird mit sieben Prozent Preisaufschlag berücksichtigt und das letzte Drittel der Baukosten, welches erst zwei Jahre später anfallen könnte, wird mit 14,5 Prozent Aufschlag kalkuliert. Somit könnten die ermittelten Gesamtkosten um 842.442 EURO steigen.

Bei den Planungen „Rathaus-Neubau“ wurden ebenfalls der „Grüne Platz“ sowie auch die Durchführung von Veranstaltungen berücksichtigt. Im Zuge des Rathausbaus entsteht eine entsprechende Infrastruktur, die für die Veranstaltungen mitgenutzt werden kann wie zum Beispiel die Einrichtung von öffentlichen, barrierefreien Toiletten, ein Wickelraum sowie die Strom- und Wasserversorgung.

Wie sehen die nächsten Schritte aus?
Die Beschlussfassung, ein neues Rathaus gemäß Ratsbürgerentscheid zu bauen, steht am 11. Februar 2020 auf der Tagesordnung der Ratssitzung. Vorausgesetzt, der Rat beschließt dieses, werden die Bauantragsunterlagen und die Ausführungsplanung von der Stadtverwaltung erarbeitet. Weiterhin ist eine Änderung des Bebauungsplanes „Himmelreich“ erforderlich. Die Baugenehmigung soll bis Sommer 2020 vorliegen. Die Ausschreibungen für Erd- und Rohbau werden ebenfalls erfolgen.
Die Bauarbeiten könnten dann im Herbst 2020 beginnen. Die Bauzeit beträgt circa 2,5 Jahre, so dass das neue Rathaus, wenn alles nach Plan läuft, im Frühjahr 2023 bezugsfertig ist.

„Das Mittelzentrum Delbrück, als Lebensmittelpunkt für fast 32.000 Menschen, wird zukunftsfähig weiterentwickelt, insbesondere auch als starker Einzelhandelsstandort. Denn gerade ein Rathaus in der Mitte einer Stadt trägt als starker Frequenzbringer wesentlich zum guten Gedeihen einer Innenstadt bei und unterstützt somit den Einzelhandel, die vielen Dienstleister und die Gastronomie vor Ort“, freut sich Bürgermeister Werner Peitz, wenn es dann hoffentlich mit den Bauaktivitäten im Herbst losgehen kann.

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