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Änderungen bei der Radwegebenutzungspflicht in Delbrück

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neuer Schutzstreifen an der Boker Straße

Brigitte Wecker-Brökelmann (Fachbereich Bürgerdienste) und Bürgermeister Werner Peitz an dem neu angelegten Schutzstreifen an der Boker Straße. Im Hintergrund wurde bereits der Masten für die neue Ampelanlage installiert, die in Kürze in Betrieb genommen wird.

Nach den für den Radverkehr geltenden Regelungen der Straßenverkehrsordnung sind Radfahrer dem Autofahrer gleichgestellt und müssen die Fahrbahn benutzen. Eine Radwegebenutzungspflicht - erkennbar an den blau-weißen-Verkehrszeichen - darf nur in besonders begründeten Ausnahmefällen angeordnet oder beibehalten werden. Daraus ergeben sich auch in Delbrück einige grundlegende Änderungen.

 

Gemeinsam mit Vertretern der Kreispolizeibehörde, des Kreises Paderborn sowie des Landesbetriebes Straßenbau NRW wurden die bisher für Radfahrer als benutzungspflichtig ausgewiesenen Radwege einer umfassenden Überprüfung unterzogen.

Da Radfahrer auf separaten Radwegen oft nicht wahrgenommen werden, oder auch als Geisterfahrer unterwegs sind, kommt es hier mit abbiegenden oder aus Grundstücksausfahrten abfahrenden Fahrzeugen häufig zu Unfällen. Um diese Gefahren zu verringern und um eine richtige Benutzung der Radwege durch Radfahrer - nur in Fahrtrichtung - zu fördern, wurde bei den innerörtlichen Radwegen in Delbrück die Benutzungspflicht weitestgehend aufgehoben, die "blauen Verkehrszeichen" abgebaut.

Ein Grund für die Aufhebung der Benutzungspflicht war bzw. ist in vielen Bereichen die unzureichende Breite des Radweges. Auch war in Einzelfällen der Radweg von dem anliegenden Gehweg unzureichend abgegrenzt. Für sehbehinderte und blinde Fußgänger sind deutliche Unterschiede in der Belagstruktur und Helligkeitsunterschiede der verschiedenen Verkehrsflächen wichtig.

Die stark frequentierten Radwege zu den Schulen sind aus Verkehrssicherheitsgründen weiterhin benutzungspflichtig.

Bei baulich angelegten Radwegen gibt es nun ein Benutzungsrecht. Die Radfahrer können in solchen Fällen wählen, ob sie, wie bisher, den Radweg benutzen oder auf der Fahrbahn fahren.

Bei Straßenumgestaltungen, wie z. B. an der Boker Straße und ganz aktuell in der Ortsdurchfahrt Anreppen, werden nun häufig Schutzstreifen angelegt. Die Schutzstreifen erkennt man an einer unterbrochenen weißen Linie in ca. 1,5 m Abstand vom Fahrbahnrand und den Radfahrerpiktogrammen. Sie dürfen vom Kraftfahrzeugverkehr nur bei Bedarf, z. B. im Begegnungsfall, überfahren werden. Hier darf auch nicht geparkt werden. Ein weiterer positiver Effekt von Schutzstreifen ist die Verringerung der Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugverkehres.

 

Radfahrer dürfen Gehwege generell nicht benutzen. Eine Ausnahme bildet die Beschilderung als "Gehweg, Radfahrer frei". Ebenso ausgenommen sind Kinder bis acht Jahre, für die eine Benutzungspflicht besteht, und Kinder bis zehn Jahre haben ein Wahlrecht. Wichtig dabei ist, dass die Gehwege nur in Fahrtrichtung des Kraftfahrzeugverkehrs benutzt werden.


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