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Nachricht aus dem ARCHIV vom 17. Dezember 2018

Delbrück: Förderantrag auf Breitbandausbau für den Außenbereich gestellt

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Förderung Breitband Außenbereich

(von links) Désirée Hückelheim (Servicestelle Wirtschaft, Kreis Paderborn), Annette Mühlenhoff (Dezernentin Kreis Paderborn), Bürgermeister Werner Peitz, Landrat Manfred Müller und Christiane Rolf (Breitbandbeauftragte Stadt Delbrück)

Der Nikolaustag hat Delbrück hoffentlich ein großes Geschenk beschert: Der Kreis Paderborn hat für die Stadt Delbrück und für alle weiteren Kommunen des Kreises Paderborn einen Bundesförderantrag auf Breitbandausbau im Außenbereich gestellt, um auch die letzten "weißen Flecken" mit Glasfaserkabel erschließen zu lassen. Dafür will die Stadt 2,8 Millionen EURO in die Hand nehmen. Nach monatelanger Prüfung von Adresse -ob eine Förderfähigkeit vorliegt und auch niemand vergessen wurde- war es dann am 06. Dezember soweit, dass der Förderantrag für alle Kommunen des Kreises Paderborn gestellt wurde. "Ich freue mich sehr, dass die Bürgerinnen und Bürger in den Außenbereichen von Delbrück nun auch die Chance auf einen Glasfaseranschluss bekommen. Für mich sind alle Ortsteile und die Menschen, die darin wohnen, gleichbedeutend wichtig, wo immer sie auch wohnen, arbeiten und leben. Sei es in der Stadtmitte, in einem Ortskern oder auch im Außenbereich. Denn alle Menschen haben doch letztlich dieselben Sorgen, Wünsche, Hoffnungen und auch den Anspruch auf Gleichbehandlung, auf Weiterentwicklung, auf Teilhabe am Leben zur Existenzsicherung. Da darf nicht das Gefühl, nicht einmal der Anschein einer Zweiklassengesellschaft aufkommen. Wir haben uns seitens der Stadtverwaltung daher das Ziel gesetzt, aus der Stadt Delbrück -in allen zehn Delbrücker Ortsteilen- Glasfaser-City zu machen. Ich bedanke mich daher bei dem Stadtrat, dass er den Planungen der Stadtverwaltung vertraut und zugestimmt hat und dem Kreis Paderborn, dass er die Antragstellung übernommen hat", freut sich Bürgermeister Werner Peitz.

"Der Kreis Paderborn hat gerne die Antragstellung für die Kommunen übernommen. Gerade auch vor dem Hintergrund, dass sich durch eine kreisweite Netzplanung Synergien ergeben und Kosten eingespart werden können. Der möglichst flächendeckende Glasfaserausbau ist auch ein wesentlicher Baustein für den Zukunftsbereich "autonomes Fahren", da dieses Glasfasernetz eine Voraussetzung für den Aufbau eines 5G-Mobilfunknetzes ist", freut sich Landrat Manfred Müller für Delbrück.

In Delbrück startet nun die dritte Ausbaustufe mit der Erschließung des Außenbereiches, damit die Unternehmen, Betriebe, Haushalte und auch Hofstellen im Außenbereich zukunftsfähig und wettbewerbsfähig bleiben. Sobald der Förderantrag positiv beschieden wird, beginnt das Ausschreibungsverfahren. Dieses wird sich voraussichtlich bis Ende 2019 hinziehen, so dass mit der Planung und dem Ausbau frühestens im Jahr 2020 begonnen werden kann.

Die Auswertung des Markterkundungsverfahrens durch den Kreis Paderborn für die Stadt Delbrück hat ergeben, dass derzeit 1328 Adressen unterversorgt sind. Die Wirtschaftlichkeitslücke für deren Erschließung liegt bei geschätzten Kosten von 28 Millionen Euro. Davon werden 90 Prozent vom Bund über ein Förderprogramm bezahlt, die Stadt müsste entsprechend 2,8 Millionen Euro zuschießen. Bei der Kostenberechnung für einen Förderantrag geht man davon aus, dass ein völlig neues Netz aufgebaut werden muss und keine Infrastruktur vorhanden ist. Erst bei der Ausschreibung wird sich das tatsächliche Ergebnis zeigen, da vielleicht Bieter dabei sind, die bereits Infrastruktur verlegt haben und diese nutzen werden. Dann können Angebote auch wesentlich günstiger als die geplanten Kosten ausfallen", so Christiane Rolf, Breitbandbeauftragte der Stadt Delbrück.

Der Förderantrag wird alle Adressen im Außenbereich abdecken, die mittelfristig keine 30 Megabit pro Sekunde erhalten, die sogenannten "weißen Flecken". Es wird aber auch Gebäudeadressen geben, deren Anschluss nicht mit Fördermitteln bezahlt werden kann, weil diese bereits über eine schnellere Datenübertragung als 30 Mbit/s verfügen beziehungsweise ein schnellerer Anschluss eines Telekommunikations-anbieters eigenwirtschaftlich in Planung ist. Hier hofft die Stadtverwaltung, dass diese über die zu verlegenden Trassen noch in den Genuss einer Glasfaseranbindung kommen.



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