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Nachricht aus dem ARCHIV vom 16. Oktober 2018

Delbrück stellt über den Kreis Paderborn Förderantrag auf Breitbandausbau für den Außenbereich

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Stadt stellt Förderantrag für den Außenbereich

Freuen sich über den positiven Ratsbeschluss:

(von links) Landrat Manfred Müller, Désirée Hückelheim (Breitbandkoordinatorin Kreis Paderborn), Christiane Rolf (Breitbandbeauftragte Stadt Delbrück) und Bürgermeister Werner Peitz

Am Donnerstagabend, 11. Oktober 2018, war es soweit: Einstimmig beschloss der Rat der Stadt Delbrück, dass die Stadt über den Kreis Paderborn einen Bundesförderantrag stellen soll, um auch die letzten "weißen Flecken" mit Glasfaserkabel erschließen zu lassen. Dafür will die Stadt 2,8 Millionen EURO in die Hand nehmen. "Ich freue mich sehr, dass der Rat dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt ist. Für mich sind alle Ortsteile und die Menschen die darin wohnen gleichbedeutend wichtig, wo immer sie auch wohnen, arbeiten und leben. Sei es in der Stadtmitte, in einem Ortskern oder auch im Außenbereich. Denn alle Menschen haben doch letztlich dieselben Sorgen, Wünsche, Hoffnungen und auch den Anspruch auf Gleichbehandlung, auf Weiterentwicklung, auf Teilhabe am Leben zur Existenzsicherung. Da darf nicht das Gefühl, nicht einmal der Anschein einer Zweiklassengesellschaft, aufkommen. Wir haben uns seitens der Stadtverwaltung daher das Ziel gesetzt, aus der Stadt Delbrück -in allen zehn Delbrücker Ortsteilen- Glasfaser-City zu machen. Ich bedanke mich daher bei dem Stadtrat, dass er den Planungen der Stadtverwaltung vertraut und zugestimmt hat. Nun startet die dritte Ausbaustufe mit der Erschließung des Außenbereiches, damit die Unternehmen, Betriebe, Haushalte und auch Hofstellen im Außenbereich zukunftsfähig und wettbewerbsfähig bleiben", freut sich Bürgermeister Werner Peitz über den eindeutigen Auftrag der Ratsvertreter, einen Förderantrag zu stellen. "Der positive Ratsbeschluss von Delbrück strahlt auf die anderen Kommunen des Kreises Paderborn aus. Synergien durch ein gemeinsames Vorgehen ergeben sich eindeutig durch ein über die Gemeindegrenzen hinaus geplantes Netz. Darüber hinaus stellt eine möglichst flächendeckende Glasfaserinfrastruktur die Voraussetzung für den Aufbau eines 5G-Mobilfunknetzes und somit für das autonome Fahren dar", freut sich Landrat Manfred Müller für Delbrück.

Laut einer Markterkundung des Kreises Paderborn sind in der Stadt Delbrück 1328 Adressen von einem Zugang zum Glasfasernetz ausgeschlossen. Die Wirtschaftlichkeitslücke für deren Erschließung liegt bei geschätzten Kosten von 28 Millionen Euro. Davon werden 90 Prozent vom Bund über ein Förderprogramm bezahlt, die Stadt müsste entsprechend 2,8 Millionen Euro zuschießen. Bei der Kostenberechnung für einen Förderantrag geht man davon aus, dass ein völlig neues Netz aufgebaut werden muss und keine Infrastruktur vorhanden ist. Erst bei der Ausschreibung wird sich das tatsächliche Ergebnis zeigen, da vielleicht Bieter dabei sind, die bereits Infrastruktur verlegt haben und diese nutzen werden. Dann können Angebote auch wesentlich günstiger als die geplanten Kosten ausfallen", so Christiane Rolf, Breitbandbeauftragte der Stadt Delbrück.

"In der heutigen Zeit ist es wichtig, nicht an der Ortsgrenze mit der Verlegung der Glasfaser aufzuhören, insbesondere mit Blick auf die Unternehmen und landwirtschaftlichen Betriebe im Außenbereich, aber auch zur Unterstützung von Online-Bildungsgängen, Telemedizin sowie die Ermöglichung von Homeoffice-Plätzen für Berufstätige", hofft Peitz auf einen positiven Zuwendungsbescheid vom Bund.

Der Förderantrag wird alle Adressen im Außenbereich abdecken, die mittelfristig keine 30 Megabit pro Sekunde erhalten, die sogenannten "weißen Flecken". Es wird aber auch Gebäudeadressen geben, deren Anschluss nicht mit Fördermitteln bezahlt werden kann, weil diese bereits über eine schnellere Datenübertragung als 30 Mbit/s verfügen beziehungsweise ein schnellerer Anschluss eines Telekommunikationsanbieters eigenwirtschaftlich in Planung ist. Hier hofft die Stadtverwaltung, dass diese über die zu verlegenden Trassen noch in den Genuss einer Glasfaseranbindung kommen.

 

Wie geht es nun weiter:

Der Kreis Paderborn wird für die Kommunen, die einen Förderantrag in Sachen Breitbandausbau stellen möchten, die Antragstellung übernehmen. Der Förderantrag wird noch in diesem Jahr gestellt. Mit einem Zuwendungsbescheid vom Bund könnte dann frühestens im Frühjahr 2019 gerechnet werden, so dass mit dem Baubeginn des Glasfaserausbaus erst im Jahr 2020 begonnen werden kann.



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