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Nachricht aus dem ARCHIV vom 26. Juni 2017

Wasserleitung im Horizontalbohrspülverfahren verlegt

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Verlegung einer Wasserleitung
Verlegung einer Wasserleitung im Horizontalbohrspülverfahren

Erstmalig wird in der Stadt Delbrück von der Oststraße, Höhe Ärztehaus, bis hinter der Aral Tankstelle Schnietz eine Wasserleitung (Polyethylen-Rohr mit Schutzrohr) mit einer Länge von 140 Metern und einem Außendurchmesser von 35,5 Zentimetern im Horizontalbohrspül-verfahren verlegt. Diese neue Leitung wird in den Altbestand der vorhandenen Leitungen eingebunden.

Im Rahmen des Innenstadtausbaus werden zurzeit alle Wasserleitungen saniert. Bei dieser Frischwasserleitung war ursprünglich geplant, die alte Wasserleitung in einer offenen Bauweise durch eine Kunststoffleitung auszutauschen. Aufgrund erschwerender Hindernisse, wie der schwierigen Bodenverhältnisse, Lage der Regenwasser- und Schmutzwasserkanäle und anderer Versorgungsleitungen, war es schier unmöglich, diese in einer offenen Bauweise zu verlegen. Aufgrund dieser Tatsachen, aber auch unter Berücksichtigung möglichst kurzer Sperrzeiten für Fußgänger und PKW, haben sich der Fachbereich Tiefbau der Stadt Delbrück und das Ingenieurbüro Drilling und Schneider aus Delbrück gemeinsam dazu entschieden, das Horizontalbohrspülverfahren einzusetzen. Ein weiterer wichtiger Aspekt der zu dieser Entscheidung geführt hat, waren die kurzen Bauzeiten, die sehr umweltfreundliche Verlegung und das bestehende Oberflächen erhalten bleiben können -wichtiger Aspekt gerade bei der Querung des Kreisverkehrs "Ostenländer Straße / Oststraße"-.

Ausgeführt werden diese Arbeiten durch die Firma Bökmann Tiefbau als Nachunternehmer von Firma Stratief. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich Ende Juni abgeschlossen sein.

Nachteinsatz erforderlich
Nach der Verlegung der Wasserleitung muss die Verbindung auf die vorhandenen Leitungen hergestellt werden. Um die Hauptversorgungsleitung der Innenstadt "abzuschiebern" und somit außer Betrieb nehmen zu können, werden die Arbeiten in der Nacht vom 29. auf den 30. Juni durchgeführt. Nur in der Nacht ist die Wasserabnahme im Versorgungsnetz so gering, dass die Herausnahme einer Hauptversorgungsleitung ohne Beeinträchtigung für die Bevölkerung möglich ist. Die Versorgung der Innenstadt wird über Ringleitungen außerhalb des Stadtgebietes aufrechterhalten.

Einzelne Häuser werden mittels eigens errichteten Notversorgungen provisorisch an die Wasserversorgung angeschlossen. Die Arbeiten sind sehr aufwändig und verlangten deshalb den Einsatz von versierten Fachkräften der Firma Alfons Bökmann sowie des Wasserwerks der Stadt Delbrück. Der Einsatz begann am 29. Juni, um 19.00 Uhr und endetet am 30. Juni, um 06.30 Uhr.

Horizontalbohrspülverfahren
Mit dem Horizontalbohrspülverfahren ist es möglich, Rohrleitungen ohne offene Gräben zu verlegen. Es sind lediglich Gruben am Anfang und am Ende der Bohrstrecke erforderlich, der Rest erfolgt unterirdisch.

Abhängig von den anstehenden Bodenverhältnissen und den Rohrdimensionen, können Bohrstrecken von bis zu 200 m gemeistert werden. Da dieses Bohrverfahren steuerbar ist, sind auch leichte Kurven realisierbar, welche die Querung von Hindernissen wie zum Beispiel Gewässern, Erdwällen oder ähnliches möglich machen.

Die Vorteile im Überblick:

  • kurze Bauzeit
  • durch die unterirdische Verlegung sehr umweltfreundlich
  • bestehende Oberflächen können erhalten werden
  • Querung von Hindernissen 

Das Anwendungsspektrum für die Horizontal-Spülbohrtechnik ist sehr vielseitig. So ist es möglich, Gas-, Trinkwasser, Abwasserleitungen sowie Kabelschutzrohre für elektrische Leitungen präzise zu verlegen. Die technischen, ökologischen und ökonomischen Vorteile gegenüber der offenen Bauweise sind bei den kurzen Bauzeiten überzeugend.



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