Hier finden Sie die innere Navigation, die Ihnen helfen soll schnell innerhalb der Seite zu navigieren.
Panoramablick über den Delbrücker Marktplatz
Navigationsbypass
Haupt Menü
Hauptnavigation
Navigationsbypass

Nachricht aus dem ARCHIV vom 20. Mai 2016

50 Jahre Wasserwerk Delbrück

Innere Navigation

Jubiläum Wasserwerk
(hinten v. l.) Ingo Sagemüller (Vorsitzender Betriebsausschuss), Anita Papenheinrich (stellv. Bürgermeisterin), Brigitte Michaelis (stellv. Bürgermeisterin), Ludwig Ramsel (Diakon), Robert Siemensmeyer (Leiter Wasserwerk), Gabriele Hische (Pfarrerin), Bürgermeister Werner Peitz und Olaf Merschmann (Leiter Stadtbetriebe Delbrück) vorne: Mark Vollmer, Tim Vollmer, Laura Stollhans und Kathleen Winter als Vertreter der nächsten Generation.

Tag der offenen Tür am 11.06.2016 mit Inbetriebnahme des neuen Trinkwasserspeichers

Seit 50 Jahren gibt es nun bereits eine zentrale Wasserversorgung in Delbrück. Dieses Jubiläum des Wasserwerkes feierte die Stadt Delbrück am Samstag, 11.06., von 10 bis 14 Uhr, mit einem Tag der offenen Tür und der Inbetriebnahme des neuen Trinkwasserspeichers.

 

In den Jahren 1965/66 wurde die Errichtung einer zentralen Wasserversorgung für Delbrück vom Regierungspräsidenten in Detmold genehmigt. In den folgenden Jahren wurden dann Versorgungsleitungen für die Kernstadt und weitere Siedlungsgebiete erstellt. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde der Wasserbedarf aus Hausbrunnen in Einzelversorgung und teilzentraler Versorgung z. B. der Siedlungen Pastorenbusch und Benslips Kamp gedeckt.

Für Delbrück und Dorfbauerschaft wurde zunächst eine jährliche Förderung von 250.000 m³ Wasser beantragt. Heute fördert das Wasserwerk Delbrück rund 2.250.000 m³ Grundwasser aus neun Brunnen zur Versorgung des gesamten Stadtgebietes. Das Versorgungsnetz ist auf 320 km angewachsen.

Im Rahmen des Jubiläums konnte am Samstag auch der neue Trinkwasserspeicher in Betrieb genommen werden. Nach nur rund acht Monaten Bauzeit konnte dieser nach einer kirchlichen Segnung seiner Bestimmung übergeben werden. Hauptsächlich dient dieser Speicher, mit einer Speichermenge von rund 2.700 m³, der Sicherung der Trinkwasserförderung. Ebenso wird er genutzt, um Spitzen in der Wasserabgabe in den Sommermonaten auszugleichen, eine ausreichende Löschwasserreserve vorhalten zu können und eine gleichmäßige Brunnenförderung zu gewährleisten.

Die Baukosten belaufen sich auf rund 1,7 Mio. EURO. Ausführende Firma war die Fa. Herzogbau aus Tüttleben, geplant und begleitet wurde die Maßnahme durch das Ingenieurbüro GUV GmbH aus Kassel.

 

Bei Führungen durch das Wasserwerk gab es ausführliche Informationen rund um die Wasserversorgung. Musikalisch begleitet wurde der Vormittag von der Musikjugend Cäcilia Ostenland. Die Jugendfeuerwehr hat mit Getränken und einem Imbiss für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt.


Jubiläum Wasserwerk
Jubiläum des Wasserwerkes

Weiter Hintergründe:

Bereits 1933 hatte die Gemeinde Delbrück zur "Hebung der Volksgesundheit"* den Bau einer Wasserleitungsanlage und einer Wassergewinnungsanlage geplant. Für die Wassergewinnungsanlage war vorläufig ein Gelände "500-600 m östlich von Delbrück zwischen der Chaussee nach Neuhaus und dem Haustenbach in Aussicht genommen" worden. "Wassermesser" waren nicht vorgesehen, da die Wasserabgabe nach Einschätzung erfolgen sollte.

Diese Pläne sind dann nicht weiter verfolgt worden. Am 12.01.1961 berichtet Amtsdirektor Hoch der Stadtvertretung Delbrück über die unzulängliche Wasserversorgung der Stadt Delbrück und der angeschlossenen Gebietsteile der Gemeinde Dorfbauerschaft. Die Stadtvertretung hatte daraufhin die Verwaltung beauftragt, sofort Pläne und Vorschläge für die Verbesserung der Wasserversorgung einzuholen. Zunächst wurden Verhandlungen über eine Versorgung durch die Stadtwerke Paderborn über Klausheide und Ostenland bis Delbrück geführt. Im Dezember 1961 vermutete dann das Niedersächsische Landesamt für Bodenforschung, dass ca. 1 - 2 km östlich von Delbrück der "höffigste" Raum für die Gewinnung größerer Wassermengen liege. Das Ingenieurbüro Briechle aus Büren wurden mit Probebohrungen und den weiteren Planungen beauftragt. Im Oktober 1962 war dann die "günstigste Lage für die Errichtung der Brunnenreihe gefunden worden". Gleichzeitig wurden Planungen für ein Versorgungsnetz der Gemeinde Dorfbauerschaft erstellt. Bei Baukosten für Wassergewinnung und -verteilung von insgesamt 3.000.000 DM wurden 75 % Förderkosten i. H. v. 2.240.000 DM und 320.000 DM Anschlussgebühren eingeplant. Im März 1965 wurde über Verbundleitungen nach Paderborn-Sande und Salzkotten-Boke nachgedacht. Im Juli 1966 erfolgte die Fertigstellung des Rohbaus der Wasseraufbereitungsanlage mit Pumpwerk und Reinwasserbehälter. Am 02.11.1966 wurde im Rahmen der Finanzierungshilfen durch den Regierungspräsident Detmold eine Teilverwendungsbescheinigung für den ersten Bauabschnitt (Wasserfassung, Aufbereitung und -förderung, Pumpwerk und Ortsnetzhauptleitungen) eingereicht.

Im April 1967 gab eine hygienisch-bakteriologische Untersuchung der Versorgungsleitungen "grünes Licht" für eine Wasserlieferung. Am 10.12.1968 wird im Bescheid über die Zulassung des vorzeitigen Beginns einer Gewässerbenutzung als verantwortlicher Betriebsbeauftragter der Stadt Delbrück Herr Karl-Heinz Reddeker "namhaft" gemacht.

*(Zitate aus Archiv-Dokumenten)



Ende Inhalt