Hier finden Sie die innere Navigation, die Ihnen helfen soll schnell innerhalb der Seite zu navigieren.
Panoramablick über den Delbrücker Marktplatz
Navigationsbypass
Haupt Menü
Hauptnavigation
Navigationsbypass

Nachricht aus dem ARCHIV vom 07. März 2016

equal pay day 2016: Aktionen in Delbrück

Innere Navigation

equal pay day

20 Prozent Rabatt auch auf Kaffee und Kuchen: (v. l.) Beate Lübbers und Vera Wasmuth freuen sich auf viele Besucher am 19. März

Immernoch "Rote Taschen" gegen Entgeltungleichheit

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Delbrück, Rita Köllner, ruft am Samstag, 19. März, dem Equal Pay Day, dazu auf, auch in Delbrück mit roten Taschen auf die roten Zahlen in den Geldbörsen von Frauen aufmerksam zu machen.

 

"Gehen Sie mit einer roten Tasche zum Einkaufen und machen Sie damit auf die inakzeptable Lohndiskriminierung aufmerksam", bittet Köllner um Unterstützung der Aktion.

Wer keine rote Tasche hat, bekommt am Freitag, 18.03.2016, ab 10 Uhr, eine rote Stofftasche und weitere Informationen zum Thema Equal Pay Day" am Infostand im Foyer des Rathauses, Marktstraße 6, in Delbrück.

 

Café am Kirchplatz unterstützt mit 20 Prozent Rabatt

Die von der Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Delbrück, Rita Köllner, im letzten Jahr ins Leben gerufene Rabattaktion zum Equal Pay Day wird auch in diesem Jahr wieder von der Lebenshilfe Paderborn unterstützt. "Damit wollen wir ein Zeichen gegen die Lohndiskriminierung von Frauen setzen", erklärt ihre Vorsitzende, Ursula Stienen. Am Samstag, 19. März 2016, dem Equal Pay Day, gewährt das Café am Kirchplatz in Delbrück allen Besucherinnen mit einer roten Tasche, von 9 bis 18 Uhr 20 Prozent Ermäßigung auf alle Angebote ihrer Speisekarte.

"Frau Stienen war sofort bereit, diese Aktion wieder im Café am Kirchplatz anzubieten und freut sich, dass die Aktion im letzten Jahr so gut angenommen wurde", erläutert Köllner die unkomplizierte und unbürokratische Unterstützung.


equal pay day

Rita Köllner, Gleichstellungs- und Familienbeauftragte der Stadt Delbrück und  ihre Kolleginnen Elisabeth Fot, Kerstin Brake und Ricarda Steiling

 

Warum gibt es den equal pay day?

Immer noch verdienen Frauen weniger als Männer. Europaweit circa 17 Prozent. Und Immer noch befindet sich Deutschland bei den Spitzenreitern und belegt Platz drei aber am Ende des europäischen Rankings. "Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamts verdienten Frauen im Jahr 2014 durchschnittlich 21,6 Prozent weniger als Männer. Rechnet man den Prozentwert in Tage um, arbeiten Frauen 79 Tage, vom ersten Januar bis zum 19. März 2016, umsonst. Sie müssen im europäischen Vergleich 21 Tage länger arbeiten, als die Frauen in den anderen EU Ländern, um dasselbe Entgelt zu erhalten, das die männlichen Kollegen bereits am 31. Dezember des Vorjahres verdient haben", erläutert Köllner den equal pay day.

Das Lohngefälle in Deutschland beträgt rund 22 Prozent, bei Frauen in Führungspositionen sind es sogar 33 Prozent. Das Vorhandensein derartiger Lohndiskriminierungen ist aber nicht ausreichend bewusst. Unter dem Motto: "Bekommen Sie, was Sie verdienen?" wurde daher 2008 die Initiative "Rote Tasche" von Business and Professional Women Germany e. V. ins Leben gerufen.

 

"In eine Armutsfalle geraten besonders die Frauen, die einen der wichtigsten gesellschaftlichen Beiträge leisten, indem sie sich um die Kindererziehung und um die Pflege Angehöriger kümmern. Gerade aber der Verzicht auf eine Erwerbsarbeit wird am Ende mit schlechten Wiedereinstiegschancen quittiert und die Frauen sind oft genug gezwungen, einen schlechtbezahlten Minijob anzunehmen. In Zeiten mit Trennungs- und Scheidungsraten von fast 50 Prozent ist ein Ausstieg aus der Erwerbsarbeit mit einem sehr hohen Armutsrisiko verbunden", so Köllner weiter.

Frauen erwirtschaften aufgrund der niedrigeren Löhne und Gehälter weniger Vermögen und beziehen eine deutlich niedrigere Rente als Männer. "In vielen Bewertungskommissionen haben noch immer die Männer die Mehrheit. Typische Frauenberufe, zum Beispiel in pflegerischen und sozialen Diensten, werden nach wie vor finanziell nicht so wertgeschätzt wie technische Berufe", erklärt Köllner weiter. So wird zum Beispiel das Heben schwerer Lasten bei der Abfallentsorgung als Kriterium für die Arbeitsbewertung herangezogen und erhöht das Entgelt der überwiegend männlichen Belegschaft, während dieses bei Pflegeberufen, die überwiegend von Frauen ausgeübt werden, nicht der Fall ist.

 

Weitere Informationen gibt es am 18.03.2016 am Stand zum Equal Pay Day, im Foyer des Rathauses, Marktstraße 6, in Delbrück, bei Rita Köllner unter Telefon: 05250 996-281 oder unter www.equalpayday.de.



Ende Inhalt