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Nachricht aus dem ARCHIV vom 05. März 2015

Traumasemiar für Ehrenamtliche

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Die Teilnehmer des Traumaseminars

Die Teilnehmer des Seminars: (Vorn von links) Rita Köllner, Christa Suren, Gertie Mücher, Mesar Tabit-Wundsam, Sina Gröne, Paula Mathias und Liesel Suren

(Hintere Reihe von links) Veronika Hemken, Karl-Heinz Mücher, Ulrich Mehringskötter, Manfred Köllner, Brigitte Strunz, Helga Muth und Kerstin Leßmann

Das Ehrenamtsprojekt "DuFdE", Delbrücker unterstützen Flüchtlinge durch Ehrenamt, das durch die Kooperation von Stadt Delbrück und AWO entstanden ist, hat nun an einem Traumaseminar teilgenommen, um noch besser auf die Flüchtlinge eingehen zu können und Verhaltensweisen besser verstehen zu können.

Am Freitagnachmittag, 20.02.2015, wurde das Seminar angeboten, das den Fragen nachging: Wie wirkt eine Traumatisierung hirnphysiologisch? Was ist ein Trigger? Wie können Helfer darauf reagieren? Rita Köllner, Sozialtherapeutin und Traumafachberaterin aus Delbrück, vermittelte den ehrenamtlichen Helfern Grundkenntnisse aus der Psychotraumatologie und gab praktische Hinweis zum Umgang und der Begleitung von traumatisierten Menschen.

Folter (u.a. sexuelle Folter), Misshandlung, Verfolgung, Vertreibung, politische Gewalt, Kriegserlebnissen, Zeugenschaft von Misshandlung und Ermordung sind schwer traumatisierende Ereignisse, die Flüchtlinge in ihrem Gepäck haben, wenn sie Deutschland als Zufluchtsort erreichen.

Die Situation von Flüchtlingen ist unabhängig von dem was sie erlebt haben, eine Situation extremster Unsicherheit. Ihre Grundkoordinaten - Familie, Freunde, Kultur, Klima -, mit denen die Welt vertrauensvoll war, gelten nicht mehr. Alles was bisher gelernt wurde, wie die Welt funktionieren sollte, so funktioniert sie plötzlich nicht mehr. Viele Flüchtlinge haben extreme Erfahrungen gemacht, die es notwendig machen, dass sie sich jetzt besonders sicher fühlen.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Projektes "DuFdE", in dem sich Menschen zusammen gefunden haben, heißen die Flüchtlinge hier willkommen und unterstützen sie beim Ankommen. Dabei stoßen die Helfer immer wieder auf Reaktionen bei den Flüchtlingen, die unerwartet und unverständlich sind. Es sind Verhaltensweisen und Schutzstrategien, die den traumatischen Erfahrungen entspringen. Traumatisierte Menschen reagieren häufig auf Ereignisse und Situationen völlig anders, als man erwartet. Für den Umgang damit sind grundlegende Informationen über Traumatisierungen und ihre Wirkung von hoher Bedeutung.

Das Feedback der TeilnehmerInnen war sehr positiv.



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