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Nachricht aus dem ARCHIV vom 01. Oktober 2014

Literarische Leckerbissen bei den "Sprachschätzen"

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Lesung in der Lederdeele
Lesung in der Lederdeele Engelmeier

Ein besonderer literarischer Leckerbissen bot sich den Besuchern der Sprachschätze-Veranstaltung am Freitag in und rund um die Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Delbrück.

Nach der Eröffnung in der Kirche durch den Bürgermeister Werner Peitz und die Integrationsbeauftragte Brigitte Strunz in den verschiedensten Sprachen gab es viel zu hören und auch zu sehen. Die Choralschola St. Johannes Baptist bot gregorianische Gesänge und der Chor Klangkult zeigte sein Können mit einem Mix an internationalen Liedern. Ab 19.30 Uhr lasen dann die 19 Ehrenamtlichen in Geschäften und Gebäuden rund um den Kirchplatz. Die Besucher waren eingeladen von einer Lesung zur nächsten zu schlendern. Aus der Lederdeele Engelmeier tönte frröhliches Gelächter bei dem ghanaischen Vortrag, der fast schon ohne Übersetzung allein durch Mimik und Gestik verständlich war. Nach dem plattdeutschen Beitrag im Heimathaus hörte man immer wieder Besucher, die selbst Dönekes auf platt erzählten. Eine kleine schauspielerische Darbietung von Romeo und Julia gab es bei Alte Pache in englisch und deutsch. Anna Karenina konnte im Bücherturm auf russisch und deutsch genossen werden und über das Attentat an Papst Johannes Paul II wurde bei Foto Biermann auf polnisch und deutsch gelesen. In gediegener Atmosphäre konnte in der Volksbank Delbrück-Hövelhof, im Eingangsbereich zum Kirchplatz hin, auf aramäisch und deutsch aus dem Leben eines Philosophen gelauscht werden. Im Kulturverein gab es auf portugiesisch und deutsch eine Liebesgeschichte und eine humorige Erzählung über einen Geizhals. In dem Geschäft Würze des Lebens wurde, passend zur Atmosphäre, aus einer Biographie einer in Afrika geborenen Frau auf französisch und deutsch vorgelesen. Sehr zu Herzen gingen auch die bulgarischen Gedichte, die in der Kath. Bücherei vorgetragen und übersetzt wurden. Ohne Übersetzung, dafür aber gekonnt pantomimisch dargestellt von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums, wurde die russische Version von Max und Moritz.

Natürlich kamen auch die kulinarischen Leckerbissen nicht zu kurz. Das Café am Kirchplatz ließ keine Wünsche offen.

Die von außen illuminierte Kirche, 250 in Gläsern aufgestellte Kerzen rund um den Kirchplatz und die festlich gedeckten Tische verliehen der Veranstaltung eine besondere Note, auch wenn das Wetter für den Genuss dieses Ambientes nicht ganz mitspielte.

Zu guter Letzt las Hatice Akyün im voll besetzten Elisabethsaal des Johanneshauses aus ihrem neuesten Werk vor und konnte erst nach mehreren Zugaben ihr Buch schließen.

"Ich freue mich sehr über diese gelungene Veranstaltung. Mit diesem Projekt haben wir drei Ziele, nämlich Integration, Inklusion und Kirchplatzbelebung, in einem geschafft. Es wäre schön, wenn es auch im nächsten Jahr wieder stattfindet.", so Bürgermeister Werner Peitz.

Als Kooperationspartner für die Organisation dieser gelungenen Veranstaltung sind der Arbeitskreis Integration und der Förderverein der Büchereien im Delbrücker Land zu nennen. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Volksbank Delbrück - Hövelhof und dem Bildungs- und Integrationszentrum Kreis Paderborn.



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