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Nachricht aus dem ARCHIV vom 21. Oktober 2013

Glasdachsanierung Johannes Grundschule Delbrück in Rekordzeit abgeschlossen

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Eimer gehören der Vergangenheit an! (v. l.) Astrid Wölk (Fachbereich Bauen und Planen), Bürgermeister Werner Peitz, Michael Horn (Leiter Fachbereich Bildung/Sport/Kultur) freuen sich gemeinsam mit Konrektorin Heike Haertl und Schulleiterin Julia Schlüter und den Kindern über die Dachsanierung.
Eimer gehören der Vergangenheit an! (v. l.) Astrid Wölk (Fachbereich Bauen und Planen), Bürgermeister Werner Peitz, Michael Horn (Leiter Fachbereich Bildung/Sport/Kultur) freuen sich gemeinsam mit Konrektorin Heike Haertl und Schulleiterin Julia Schlüter und den Kindern über die Dachsanierung.

Delbrück. Einen wahren Kraftakt haben in den Sommerferien alle Beteiligten Firmen, Planer und auch der Fachbereich Bauen und Planen der Stadt Delbrück gestemmt, in dem die Glasdachsanierung an der Johannes Grundschule in nur sechs Wochen durchgeführt wurde. Diese wurde laut einstimmigem Beschluss des Rates der Stadt Delbrück angegangen.

Wie bereits mehrfach in der Presse berichtet, war das Glasdach der Johannesgrundschule in Delbrück schon seit längerer Zeit undicht. Bei stärkeren Regenschauern kamen die bereitgestellten Wassereimer zum Einsatz, damit weder Schüler noch Lehrer auf dem nassen Fliesenbelag ausrutschen. Außerdem war die Verglasung der Pausenhalle nicht wärmegedämmt, so dass sich Treppenhaus und Flure bei Sonneneinstrahlung stark aufheizten.

Weitere Probleme in Verbindung mit der Verglasung der Pausenhalle gab es hinsichtlich der mangelhaften Raumakustik, welche auf Grund der vorhandenen Konstruktion und den brandschutztechnischen Anforderungen an den Innenausbau, schwer in Einklang zu bringen waren.

Es war also eine Lösung gefragt, die alle Probleme lösen, wirtschaftlich sein und auch weiterhin für eine helle Pausenhalle sorgen sollte. Die zu Beginn diskutierten Lösungen fingen bei einer Erneuerung der Glaskonstruktion, unter Beibehaltung der großen Glasflächen an und endeten bei einer klassischen Eindeckung der schrägen Glasflächen mit Dachziegeln. Die Bauverwaltung, die Ausschüsse und der Rat der Stadt Delbrück machten sich die Entscheidung nicht einfach und jede von den Planern vorgeschlagene Lösung wurde auf Für und Wider geprüft. Schließlich kristallisierte sich eine unter wirtschaftlichen und kostentechnischen Aspekten gewählte Lösung heraus, bestehend aus Lichtbändern mit den erforderlichen Rauch- und Wärmeabzugsanlagen und akustisch wirksamen, hellen Loch-Trapezblechen.

Zusätzlich war die Schule auf Grund neuer, strengerer gesetzlicher Regelungen, in Verbindung mit der geplanten Sanierungsmaßnahme, auch brandschutztechnisch nach- bzw. aufzurüsten.

Neben den baukonstruktiven Maßnahmen zum geforderten, zweiten baulichen Rettungsweg (zusätzliche Fenster, Außen- und Innentüren) mussten die sicherheitstechnischen elektrischen Anlagen erneuert und erweitert werden (Sicherheitsbeleuchtung, Brandmelde- und Lautsprecheranlage u.v.a).

Die gesamte Sanierungsmaßnahme wurde vom Architekturbüro just architects… aus Paderborn von langer Hand geplant und mit dem zuständigen Fachbereich Bauen und Planen abgestimmt. Als besonders problematisch erwies sich dennoch der begrenzt zur Verfügung stehende Zeitrahmen (Beginn bis Ende Sommerferien 2013) für die Umsetzung, so dass sich alle Beteiligten für eine Ausführung in zwei Bauabschnitten entschieden. Da selbst diese Aufteilung einen perfekten, regenlosen Zeitraum voraussetzte, gab es sogar Überlegungen und Kostenberechnungen, die gesamte Schule für den Sanierungszeitraum mit einem riesigen, beplanten Gerüst, ähnlich einer Straßenbau-Winterbaustelle, zu überdachen.

In dem ersten Bauabschnitt sollten die geneigten Glas-Dachflächen durch wärmegedämmte Akustik-Trapezbleche ersetzt, die komplette sicherheitstechnische Elektroinstallation und Beleuchtung um- und aufgerüstet und der 2. bauliche Rettungsweg umgesetzt werden.

Bald zeigte sich -trotz bester Vorbereitung- dass die zur Verfügung stehenden sechs Ferienwochen nicht ausreichen, um dieses Sanierungspaket umzusetzen, die Schule komplett zu reinigen und die 12 Klassen wieder einzuräumen und herzurichten. Aus diesem Grund mussten Schüler und Lehrer für die letzten zwei Unterrichtswochen des Schuljahres (wie bereits berichtet) in Ersatzräumlichkeiten im Gymnasium und in der Realschule umgesiedelt werden.

"Wir hätten uns noch etwas mehr Puffer als zeitliche Sicherheit gewünscht, da nach dem vorliegenden Bauzeitenplan wirklich jeder mögliche Arbeitstag (einschließlich Samstage) komplett überplant war. Ausfälle -egal welcher Art - durfte es da nicht geben", so Astrid Wölk, Projektleitung Stadt Delbrück.

Das heißt, dass sich wirklich alle beauftragten Firmen strikt an ihre Ausführungsfristen halten und - was nicht zu beeinflussen war - das Wetter mitspielen musste.

Sofern es bereits in der/den ersten Wochen geregnet hätte, wäre das Projekt Neueindeckung Dach innerhalb der Ferien kaum noch umsetzbar gewesen. Um jede nur mögliche Sicherheit zu gewährleisten, wurden bereits ab Ostern von den beauftragten Firmen die Aufmaße genommen, die Materialien bestellt und die einzelnen Bauteile, soweit möglich, schon zugeschnitten oder sogar vorgefertigt. Zugute kam dieser Arbeitsweise auch, dass das gesamte Handwerkerteam aus der Stadt Delbrück und dem ganz nahen Umkreis kam.

Aber das Wetter passte vom ersten Tag der Bauzeit an. Nach kurzer Eingewöhnung lief dann alles bestens. Das Telefon zwischen den ausführenden Firmen vor Ort, dem bauleitenden Architekten just architects… und der Mitarbeiterin im Bauamt stand während der gut sechs Wochen selten still. Mehrmals täglich gab es telefonisch und örtlich Details zu besprechen, bzw. Entscheidungen zu treffen. Das gesamte Team aus Planern, Bauamt und Handwerker hat sich hervorragend ergänzt und keine Firma war sich zu schade auch mal bei der anderen Firma mit Hand anzulegen um die Dachfläche zu schließen.

Als dann vom Dachdeckermeister W. Kuhlmann die erlösende Nachricht kam "Das letzte Blech ist montiert - Dach ist dicht" fiel allen Verantwortlichen ein regelrechter Stein vom Herzen und draußen die ersten dicken Regentropfen nach Wochen.

Somit muss man sagen, dass die ausführenden Firmen Kuhlmann aus Delbrück, beauftragt mit den Dachdecker- und Trapezblecharbeiten und Berens aus Hövelhof, beauftragt mit den Lichtbändern, nicht nur einen besonders guten Draht zu Petrus hatten, sondern auch hoch motivierte und engagierte Mitarbeiter. Aber auch allen anderen Firmen, deren Mitarbeiter sich über Wochen, in der Ferienzeit, bei höchst sommerlichen Temperaturen- für die rechtzeitige Fertigstellung der Baumaßnahme eingesetzt haben, sollte an dieser Stelle besonders gedankt werden.

Einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Bezugsfertigkeit leistete dann letztlich der für die Schule zuständige Hausmeister, der in den letzten Tagen der Sommerferien mit viel Engagement die komplette Reinigung der Schule und die Um- und Einräumarbeiten organisierte und überwachte.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Trotz aller Befürchtungen, ist die Pausenhalle durch die neue Dachhaut nicht dunkel, sondern neben den erreichten akustischen und klimatischen Verbesserungen freundlich und einladend.

Außerdem wurde durch die Nachrüstungen der haustechnischen Anlagen und durch den zweiten baulichen Rettungsweg die Sicherheit der Nutzer noch wesentlich verbessert. Die Baukosten für diesen ersten Bauabschnitt betragen ca. 600.000,00 €. Der zweite Bauabschnitt der Dachsanierung ist für 2014 mit der Sanierung der senkrechten Glas-Fassadenflächen durch eine neue Alukonstruktion und Wärmedämm-Verglasung (Baukosten ca. 285.000 Euro) geplant.



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