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Nachricht aus dem ARCHIV vom 07. Dezember 2012

Lebenshilfe Kreisverband Paderborn e. V. setzt Café am Delbrücker Kirchplatz um

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(von links) Bürgermeister Werner Peitz, Dechant Dr. Thomas Witt, Herr und Frau Schlüter (Vermieter), Kerstin Weitemeier (Der Paritätische, Geschäftsführerin), Nelli Bruns (Kreisverband Lebenshilfe Paderborn e. V.) und Ursula Stienen (1. Vorsitzende Kreisverband Lebenshilfe Paderborn e. V.)
(von links) Bürgermeister Werner Peitz, Dechant Dr. Thomas Witt, Herr und Frau Schlüter (Vermieter), Kerstin Weitemeier (Der Paritätische, Geschäftsführerin), Nelli Bruns (Kreisverband Lebenshilfe Paderborn e. V.) und Ursula Stienen (1. Vorsitzende Kreisverband Lebenshilfe Paderborn e. V.)

(Delbrück). Nun ist es endlich soweit: die Lebenshilfe Kreisverband Paderborn e. V. wird die Umsetzung des Caféprojektes am Delbrücker Kirchplatz im ehemaligen Café Bröckling weiter voran bringen. Im November 2012 wurden nun die Anträge auf Zuwendung durch die Stiftung Wohlfahrtspflege, die Bewilligung der Landesmittel und die förderungswürdige Anerkennung durch den vorbereitenden Ausschuss der "Aktion Mensch", erteilt. Das Besondere an dem zukünftigen Kirchplatzcafé wird sein, dass Menschen mit Behinderungen hier einen Arbeitsplatz finden werden.

"Ich freue mich sehr, dass schon im nächsten Jahr auf dem historischen Kirchplatz wieder ein Cafébetrieb angeboten wird, der im Wesentlichen zur Belebung des Kirchplatzes beitragen wird. Erst jetzt, nachdem die Förderzusagen getroffen wurden, dürfen wir die gute Nachricht auch an die Öffentlichkeit geben. Hätten wir immer zum aktuellen Stand des Projektes berichtet, so wäre dieses förderschädlich gewesen", so Bürgermeister Werner Peitz. Das Café wird auch Außengastronomie auf dem historischen Kirchplatz anbieten. "Ich möchte mich schon jetzt bei Herrn Dechant Dr. Thomas Witt für seine Kooperation bedanken, dass zukünftig auch Außengastronomie möglich ist. Wir von der Lebenshilfe Kreisverband Paderborn e. V. freuen uns schon sehr, dieses Projekt in Delbrück umzusetzen", erläutert Ursula Stienen, erste Vorsitzende der Lebenshilfe Kreis Paderborn e. V.. "Von der Planung bis zur Fördermittelzusage vergingen nun gut zwei Jahre. Ich möchte mich ganz herzlich bei Ursula Stienen und Ihrem Vorstandsteam bedanken, dass sie die vielen Hürden bei der Konzeptionierung mit großem ehrenamtlichen Engagement, Feinfühligkeit und Fachwissen bis zur Umsetzungsreife des Projektes gemeistert haben. Wir Delbrücker freuen uns auf das Café. Ganz besonders möchte ich mich auch bei Kerstin Weitemeier vom "Der Paritätische Kreis Paderborn" bedanken, da sie mir vor über zwei Jahren das Projekt vorstellte und somit die zündende Idee gegeben hat, so Peitz.

Damit die vielen Förderanträge für ein mögliches Café in Delbrück gestellt werden konnten, musste die Paderborner Lebenshilfe zuerst die Trägergesellschaft "Integrationsprojekt Arbeit (PIA) gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung" für das Integrationsprojekt gründen. PIA plante die mögliche Realisierung eines Cafébetriebes im Herzen der Stadt Delbrück auf dem historischen Kirchplatz als Integrationsunternehmen nach § 132 SGB IX. Drei Menschen mit geistigem, psychischem oder seelischem Förderbedarf oder mit einer Körper-, Sinnes- oder Mehrfachbehinderung, die nach Beendigung ihrer schulischen Ausbildung oder beruflichen Grundbildung keine Aussicht auf eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt haben, sollen hier im Café unter dem schiefen Kirchturm beschäftigt werden. Das unter Denkmalschutz stehende Fachwerkhaus, in dem die Vermieterin, Frau Schlüter, viele Jahre lang selber erfolgreich ein Café betrieben hat -dieses aber aus Altersgründen vor Jahren aufgab- wird die neue Heimat des Cafés. Die Räumlichkeiten sollen langfristig angemietet und modern eingerichtet werden. Ein wichtiger Aspekt ist weiterhin, dass sie barrierefrei zu erreichen sind. Für die Stadt Delbrück ist das Café unter dem schiefen Kirchturm doppelt wichtig, da hier auch gleichzeitig eine barrierefreie, öffentliche Toilette für die Innenstadtbesucher entstehen wird. Hierfür wird zukünftig ein jährlicher Zuschuss in Höhe von 5.000 EURO gezahlt.

Bevor die Zusage zur Errichtung eines Cafés erteilt werden konnte, standen in der Planungsphase viele Aktivitäten an:

  • Erstellung einer konzeptionellen ökonomischen Stellungnahme zum Integrationsprojekt durch die DEHOGA Beratung, Fachberatung für Hotellerie und Gastronomie GmbH
  • Gründung der Paderborner Lebenshilfe Integrationsprojekt Arbeit PIA gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung als Trägergesellschaft für Integrationsprojekte
  • Vorstellung des Planungskonzepts des Büro Junker und Kruse Stadtforschung
  • Ortsbesichtigung mit Vertretern des Spitzenverbandes "Der Paritätische", DEHOGA, Stadt Delbrück, Handwerkskammer Münster
  • Ortsbesichtigung mit Fachberaterin des LWL-Integrationsamtes und Mitarbeiterin der Handwerkskammer
  • Ortsbesichtigung mit der oberen Denkmalbehörde, Mitarbeiter der Stadt Delbrück, Sachgebiet Bauordnung und Architekt, um eventuell Auflagen des Denkmalschutzes zu klären.

Da die Planungsphase länger dauerte als geplant, fand eine weitere Konferenz beim LWL Integrationsamt in Münster statt. An dieser haben teilgenommen: der Leiter des LWL-Integrationsamts, beratender Ingenieur des LWL-Integrationsamts, Fachberater DEHOGA, Fachberater vom Spitzenverband DER PARITÄTISCHE, Gutachterin der Handwerkskammer Münster, Architekt und Vorstandsmitglieder der Lebenshilfe Kreisverband Paderborn e. V. sowie auch der Bürgermeister der Stadt Delbrück und Christiane Rolf für die Wirtschaftsförderung in der Stadt. Das Ergebnis dieser Besprechung war, die Planungsphase für das Projekt "Café in Delbrück" fortzusetzen.

  • Erstellung des Externen betriebswirtschaftlichen Gutachtens zur Gründung des Integrationsunternehmens der PIA gGmbH durch die Handwerkskammer Münster.
  • Erstellung des fachtechnischen Gutachtens vom beratenden Ingenieur des LWL-Integrationsamts.
  • Erstellung des baufachlichen Gutachtens durch den LWL Bau- und Liegenschaftsbetrieb.
  • Erstellung der Stellungnahme für "Aktion Mensch" durch das LWL Integrationsamt
  • Antragstellung zur Bewilligung einer Zuwendung aus den Mitteln der Stiftung Wohlfahrtspflege.
  • Antragstellung für IF Arbeit-, Integrations- und Beschäftigungsprojekte "Antrag Mensch".
  • Antragstellung zum Bereich "Investitionen (40 Prozent) - Integrationsbetriebe".
  • Antragserstellung auf Bewilligung einer Zuwendung nach den Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur investiven Förderung von Integrationsprojekten im Rahmen des Landesprogramms "Integrationsunternehmen".

Erst jetzt sind die Planungsziele erreicht und der Vorstand der Lebenshilfe Kreisverband Paderborn e. V. hat den Beschluss gefasst, bei positiven Entscheidungen der Anträge auf Zuwendungen aus den Stiftungen, das Projekt "Café in Delbrück" umzusetzen.



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