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Nachricht aus dem ARCHIV vom 30. November 2012

Neue Server für Schulen der Stadt Delbrück - Stadt Delbrück startet Pilotprojekt für den Kreis Paderborn

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(v. l.) Die Informatiker der Stadt Delbrück Michael Nettelnbreker und Andreas Schönberner freuen sich gemeinsam mit Frank Albert und Carsten Kemper von der GKD über das Pilotprojekt der Server an den Schulen der Stadt Delbrück.
(v. l.) Die Informatiker der Stadt Delbrück Michael Nettelnbreker und Andreas Schönberner freuen sich gemeinsam mit Frank Albert und Carsten Kemper von der GKD über das Pilotprojekt der Server an den Schulen der Stadt Delbrück.

Delbrück. Jedes Jahr steht die Stadt Delbrück vor dem Problem, dass die Server (Zentraler EDV-Speicher) einer Schule auf das Ende ihrer Betriebslaufzeit zusteuern. Die Server dienen den angeschlossenen Endgeräten wie PCs und Laptops im Schulbetrieb (die Arbeitsplätze in der Schulverwaltung arbeiten in einem vom Schulbetrieb getrennten Netz) als Anmelde-, Druck-, Dateiablage- und teilweise auch als Terminalserver. Jede Lehrerin und jeder Lehrer sowie alle Schülerinnen und Schüler können sich an dem System anmelden, Lernprogramme ausführen, Textverarbeitung und Tabellenkalkulationen erlernen sowie Informationen aus dem Internet erhalten und Unterrichtsinhalte ablegen beziehungsweise aufrufen.

Im vergangenen Jahr stellte sich erstmals die Frage, wie man die Serverlandschaft optimieren kann. Dieses Thema haben die Informatiker der Stadt Delbrück, Michael Nettelnbreker und Andreas Schönberner, aufgegriffen und mit den Kollegen Frank Albert, Carsten Kemper und Daniel Kipshagen vom kommunalen Rechenzentrum, Gemeinschaft für Kommunikationstechnik, Informations- und Datenverarbeitung Paderborn (GKD), einen Lösungsansatz erarbeitet. Die Stadt Delbrück suchte eine effizientere Lösung als die, jeden alten Server durch einen neuen zu ersetzen. Die Idee war, eine große Maschine zu kaufen und diese dann mit mehreren virtuellen Servern zu bestücken. Diese Idee wurde als Pilotprojekt im Kreis Paderborn angestoßen und soll nun auch in weiteren Kommunen umgesetzt werden.

Durch die Virtualisierungtechnik werden Ressourcen eines Computers aufgeteilt. Mit Hilfe eines sogenannten Hypervisors wird der reale, physisch vorhandene Server für die späteren darauf installierten Gastserver (Windows- und/oder Linuxserver) intelligent aufgeteilt.

Das neue Betriebssystem hat einen eigenen Kernel, der um Linux-Treiber erweitert wurde. Den einzelnen Gastservern wird dabei jeweils ein eigener kompletter Server mit allen Hardware-Elementen (Prozessor, Laufwerke, Arbeitsspeicher, usw.) "vorgegaukelt". Auf einem solchen Server lassen sich bequem für eine Schule so viele virtuelle Gastserver installieren, wie diese benötigt.

Die Vorteile der Virtualisierungstechnik liegen neben den Einsparungen beim Hardwarekauf im deutlich geringeren Energieverbrauch und der Möglichkeit, die Systeme von einem Punkt aus zentral zu verwalten. In den Schulen stehen nur noch Endgeräte, aber keine Server mehr. Probleme, wie eine regelmäßige Datensicherung oder die Wiederherstellung ausgefallener Server, sind aufgrund der Zentralisierung und Entkoppelung von Hardware und Serverbetriebssystemen einfacher zu lösen. Das wiederum verringert den administrativen Aufwand seitens der EDV.

Neben der Serverlandschaft haben sich auch die Endgeräte geändert. Bisher wurden PCs und Laptops mit unterschiedlicher Hardware und unterschiedlichen Betriebssystemen eingesetzt. Somit gab es schlechtere und bessere Geräte in den Klassen und Computerräumen. Der Aufwand, um ein defektes Gerät wieder einsatzfähig zu machen, war sehr hoch.

Nun favorisiert die Stadt den Einsatz von Terminalservern und Thin Clients. Die gesamte Rechenleistung findet zentral auf einem Windows Terminalserver als virtuelle Maschine statt. Das Endgerät kostet circa ein Drittel des Preises von einem PC und hat lediglich einen Linuxkern zum Aufbau einer Verbindung zum Terminalserver. Vorteil hierbei ist, dass alle Anwender das gleiche Endgerät haben und dieses bei Bedarf mit nur minimalem Konfigurationsbedarf problemlos gegen ein anderes ausgetauscht werden kann. Durch dieses Projekt ergibt sich ein Kostenvorteil von rund 15.000 EURO allein bei den Servern sowie rund zwei Drittel bei der Anschaffung der Endgeräte gegenüber der jetzigen Situation. Diese Ersparnis wird sich in fünf Jahren noch einmal wiederholen. Denn auch die jetzigen Server müssen nach einer Laufzeit von fünf Jahren ausgetauscht werden, dann allerdings nur noch drei anstatt wie bisher elf.

In einem weiteren Schritt kann sich die Stadt Delbrück vorstellen, alle virtuellen Maschinen auf zentralen, realen Servern bei der GKD zu betreiben. Denkbar ist, dass sich mehrere Kommunen leistungsstärkere reale Server (Bladeserver) für ihre Schulen teilen. Somit ginge der Betrieb dieser Hardware an die GKD, die Betreuung der virtuellen Maschinen bliebe bei der Stadt. Vorteile dieser Idee sind verbesserter Datenschutz und Datensicherheit sowie erhöhte Ausfallsicherheit der Systeme. Prämisse ist allerdings, dass sich hierdurch weiteres Einsparpotential ergibt.



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