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Nachricht aus dem ARCHIV vom 13. Mai 2019

Sechs kommunale Unternehmen knüpfen gemeinsam am Kommunikationsnetzwerk "LoRaWAN"

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UNterzeichnung Koooperation LoRaWAN

(von links) Andreas Speith, Geschäftsführer Westfalen Weser Netz, Dr. Stephan Nahrath, Geschäftsführer Westfalen Weser Energie, Michael Dreier, Bürgermeister Paderborn, Carsten Wald, ENSO NETZ GmbH / DREWAG NETZ GmbH, Detlev Kracht, Hauptabteilungsleiter Stadtwerke Münster, Thomas Volk, Geschäftsführer Stromnetz Hamburg GmbH, Dr. Dietmar Regener, stellv. Leiter ASP Paderborn, und Werner Peitz, Bürgermeister Stadt Delbrück.

Abfallentsorgungs- & Stadtreinigungsbetrieb Paderborn (ASP), ENSO Energie Sachsen Ost AG /Drewag (ENSO), Stadt Delbrück, Stadtwerke Münster GmbH (SWMS), Stromnetz Hamburg GmbH und Westfalen Weser Netz GmbH (WWN) star-ten Kooperation

Sechs kommunale Unternehmen aus Deutschland starten eine Kooperation zur Nutzung des Funk-Kommunikationssystem LoRaWAN (Long Range Wide Area Network). Die Unternehmen sehen in dieser Technologie ein großes Potential, um ganz verschiedene Anwendungen zu entwickeln und zu verknüpfen.

In Hamburg wird die Technik zum einen für das Auslesen von Parksensoren eingesetzt. Das System könnte bis Ende 2019 zuverlässig verfügbare Stellplätze an bis dahin 1.000 öffentlich zugänglichen Ladepunkten in Hamburg in Echtzeit lokalisieren und diese Information den Nutzern der E-Charging-Hamburg APP online zu Verfügung stellen. Zum anderen wird LoRaWAN von der Stromnetz Hamburg GmbH bereits sehr erfolgreich bei Multi Metering Anwendungen eingesetzt. Aufgrund der hohen Reichweite und der sehr guten Gebäudedurchdringung können spartenübergreifende Zählerstände zu jeder Zeit fernausgelesen werden, ohne zusätzliche manuelle Tätigkeiten vor Ort. Die Betreuung, das Auslesen und Bereitstellen der Messdaten, erfolgt pünktlich, einfach und in einem wirtschaftlich ausgewogenen Kosten-/Nutzenverhältnis. Darüber hinaus soll in Kooperation mit weiteren städtischen Gesellschaften ein flächendeckendes LoRaWAN-Funknetzwerk entstehen, das individuell nutzbar ist.
Die Stadtwerke Münster absolvierten erfolgreich erste betriebliche Tests zur Überwachung von Fernwärmeschächten via LoRaWAN und entwickeln für die Stadt Münster Konzepte für LoRaWAN-Anwendungen im städtischen Raum, beispielsweise zur Reduzierung des Parksuchverkehrs.
Westfalen Weser Netz als regional engagiertes Unternehmen plant die Technik zeitnah für die Steuerung der Straßenbeleuchtung oder für die Bereitstellung von Meldungen im Netzbetrieb in der gesamten Region einzusetzen. Von den Pilotprojekten können später auch andere Kommunen im Netzgebiet von WWN profitieren.
Für die Stadt Delbrück steht die digitale Übertragung von Daten städtischer Prozesse, beispielsweise vom Wasser- und Abwasserwerk, dem Bauhof oder den Schulen im Mittelpunkt. Der Paderborner ASP beabsichtigt, die Parkraumbewirtschaftung in der Stadt Paderborn durch den Einsatz von im Boden eingelassenen Sensoren und die Verknüpfung mit den vorhandenen Daten aus den Parkhäusern vollständig zu digitalisieren. Dadurch wird es möglich, Verkehrsteilnehmer im gesamten Innenstadtgebiet gezielt zu freien Stellplätzen zu lenken.

Aber auch ganz praktische Einsatzmöglichkeiten sind denkbar wie die Übermittlung von Informationen darüber, ob Türen und Fenster in öffentlichen Gebäuden geschlossen sind. Aus Sicht der Kooperationspartner ist die LoRaWAN-Technologie ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum Aufbau von sogenannten "Smart Cities".

Deshalb haben die Partner jetzt einen Letter of Intent unterschrieben. In der Absichtserklärung bekunden die Unternehmen ihr Interesse daran, gemeinsam Konzepte für organisatorische und technische Strukturen zur Anwendung dieser Technologie zu entwickeln. Als kommunale Unternehmen verfügen die Partner über regionale Kompetenzen und die für einen zeitnahen Ausbau der Technologie benötigte Flexibilität. Zudem betreiben oder planen sie bereits erste Pilot-Anwendungen im Bereich LoRaWAN und haben daher großes Interesse an einem gemeinsamen und regelmäßigen Erfahrungsaustausch sowie der Entwicklung von Technologien und Applikationen für LoRaWAN.

Konkret wurde die gemeinsame Konzepterstellung für Anwendungen vereinbart, wie z.B. für Parkraumüberwachung, Straßenbeleuchtung, Sammeln von Fehlern und Störmeldungen, Pegelmessung oder Energiedatenerfassung. Auch einzelne Komponenten des LoRaWAN - Netzwerks wie Sensoren / Aktoren, Gateways oder der Serverbetrieb sollen getestet werden.

LoRaWAN ist ein frei verfügbares Funk-Kommunikationssystem, das einen niedrigen Energiebedarf hat (Low-Power-Wireless-Netzwerkprotokoll). Endgeräte mit LoRaWAN - Technologie kommunizieren darin mit Gateways (Sendeeinheiten), die Datenpakete an einen Netzwerkserver senden. Der Netzwerkserver verfügt in der Regel über Schnittstellen, um z.B. an Internet-of-Things (IoT)- Plattformen und Applikationen angebunden zu werden.



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