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Nachricht aus dem ARCHIV vom 21. September 2011

Ehrennadel in Gold mit Diamant an Leonie Oelsmeier verliehen

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Foto von Jürgen Spies, Westfälisches Volksblatt): Leonie Oeslsmeier und Bürgermeister Werner Peitz
Bürgermeister Werner Peitz hat Leonie Oelsmeier die Ehrennadel der Stadt in Gold mit Diamant samt Urkunde überreicht. Die Gründerin der caritativen Aktion »Delbrücker Füllhorn« ist seit wenigen Wochen Ehrenvorsitzende dieser Inititive, die jetzt von Helmut Suren geleitet wird.

Stadt dankt Leonie Oelsmeier
Ehrennadel in Gold mit Diamant für die Initiatorin des »Delbrücker Füllhorns«

Mit der Ehrennadel der Stadt Delbrück in Gold mit Diamant ist am Montag Leonie Oelsmeier ausgezeichnet worden. Erstmalig fand die Verleihung dieser Ehrennadel im Katharinenmarktzelt zu Beginn des Seniorennachmittages statt, wo der Festakt die gebührende Aufmerksamkeit fand.

Bürgermeister Werner Peitz schickte vorweg: »Heute wollen wir einen Menschen für den beispielhaften und beispielgebenden Einsatz um unser Gemeinwesen ehren und auszeichnen. Wir wollen damit die außerordentliche Bedeutung des Ehrenamtes in unserer Stadt hervorheben. Wir nehmen dieses Engagement nicht als selbstverständlich hin, sondern nehmen es dankbar an, denn wir wissen, wie reich die Stadt, wie reich unsere Ortsteile, damit beschenkt werden.

«Leonie Oelsmeier hat 2002 das »Delbrücker Füllhorn« ins Leben gerufen und zu einer festen Institution gemacht. Die heute von einem rund 30-köpfigen Team getragene Initiative hilft unbürokratisch und direkt Menschen, denen es nicht so gut geht, die sozial schwach sind und jede Hilfe gut gebrauchen können. Im Wissen, dass heutzutage in Deutschland etwa 50 Prozent des Obsts und Gemüses vernichtet werden, etwa ein Drittel aller abgepackten Waren ungeöffnet auf dem Müll landen und überhaupt jährlich 606 Millionen Tonnen (!) Lebensmittel als Abfall entsorgt werden (Warenwert: 25 Milliarden Euro), fasste Leonie Oelsmeier vor neun Jahren den Entschluss, zumindest in Delbrück gegenzusteuern.

Sie findet es nämlich unerträglich, dass einerseits Menschen regelrecht hungern, andererseits noch tadellose Lebensmittel »in die Tonne gekloppt« werden. Mit vier weiteren ehrenamtlichen Helferinnen gründete Leonie Oelsmeier schließlich die caritative Aktion »Delbrücker Füllhorn«. Neben Lebensmitteln, die den Kernbereich der Hilfe ausmachen, hilft das Füllhorn auch mit Textilien und Hausratartikeln, mit Büchern und Spielzeug für Kinder sowie zu besonderen Jahreszeiten, etwa im Advent, mit anderen Aktionen. Die wöchentliche Füllhorn-Hilfe kommt mittlerweile etwa 300 bis 350 Menschen in Delbrück zugute. All die Arbeit leistet das Füllhorn-Team ehrenamtlich; manchmal bringt die Helferschar sogar Geld aus dem eigenen Portmonee ein. Klar, dass auch Geldspenden immer willkommen sind. »Das Füllhorn ist zu einer wichtigen gesellschaftlichen Stütze in Delbrück geworden. Das verdient jeden Tag unsere Anerkennung«, unterstrich Peitz.

Leonie Oelsmeier nahm die Ehrennadel in Gold mit Diamant dankend in Empfang und band in diesen Dank all jene ein, die im Füllhorn mitwirken und ebenso jene, die das Füllhorn im wahrsten Sinne des Wortes füllen. Menschen und Firmen, die Waren spenden, mit denen dann Gutes getan werden kann, anstatt Lebensmittel und Güter wegzuschmeißen.Froh und dankbar ist Leonie Oelsmeier, dass sie und ihre Mitstreiter vom ersten Tag an überall auf offene Ohren und Türen stießen. Manche Geschäftsleute seien sogar von sich aus auf das Füllhorn zugekommen, spenden sogar aus der laufenden Produktion; die Bäckerei Austerschmidt beispielsweise stellt dem Füllhorn seit dessen Gründung Brot und Kuchen »so viel wie benötigt« zur Verfügung.Nachdem Bürgermeister Peitz der Geehrten Urkunde sowie Ehrennadel überreicht hatte, bemerkte Leonie Oelsmeier: »Es ist schön von der Stadt, in der man so gerne lebt, geehrt zu werden.«

Der kleine Festakt wurde ferner genutzt, um der älteren Generation im Festzelt die Mitglieder des Seniorenbeirates der Stadt vorzustellen. Ansprechpartner gibt es in neun von zehn Ortsteilen. »In Schöning suchen wir noch Menschen, die mitwirken möchten«, hofft der Bürgermeister, dass sich auch diese Lücke schließen lässt.(Text und Foto von Jürgen Spies, Westfälisches Volksblatt)



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