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Nachricht aus dem ARCHIV vom 29. Juli 2011

Viertes interkulturelles Frauenfrühstück bewegt die Frauen in Delbrück

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Vorne von links: Türkan Akgül, Roze Özmen, Nicme Özer, Helen Rezko, Hanime Ergen Hinten von links: Sonja Ergin, Rita Köllner, Marianne Schröder, Attiya Akcay, Ediba Lahdo, Ziyane Altun, Seyde Quli, Brigitte Michaelis
Vorne von links: Türkan Akgül, Roze Özmen, Nicme Özer, Helen Rezko, Hanime Ergen Hinten von links: Sonja Ergin, Rita Köllner, Marianne Schröder, Attiya Akcay, Ediba Lahdo, Ziyane Altun, Seyde Quli, Brigitte Michaelis

Delbrück. Obwohl das interkulturelle Frauenfrühstück sich seit vier Jahren als interessante und kurzweilige Frauenveranstaltung einen Namen macht, hatte damit keine der anwesenden Damen gerechnet: "Schnelles Kennenlernen" oder besser bekannt unter "Speed Dating" brachte die anwesenden Frauen in Bewegung und sorgte für eine unterhaltsame, lockere und fröhliche Stimmung. "Wir wollen im internationalen Jahr des Ehrenamtes die vielen aktiven Frauen in den Mittelpunkt des Vormittags rücken und sie auf diese Weise besser miteinander bekannt machen" so Rita Köllner, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Delbrück, die gemeinsam mit Sonja Ergin von der syrisch-orthodoxen Frauengemeinschaft Delbrück e.V. diese Veranstaltung kreiert und konzipiert hat. "Dass sich die Veranstaltung einer wachsender Beliebtheit erfreut, sieht man an der regen Teilnahme", so Sonja Ergin. Fast 100 Frauen nahmen am interkulturellen Frauenfrühstück, am Samstag, 18. Juni 2011, teil.

Unterstützt wurden die Organisatorinnen in diesem Jahr durch Marianne Schröder, Vorsitzende der katholischen Frauengemeinschaft Bezirk Delbrück-Hövelhof. Ihrer Idee, mit den anwesenden Damen eine Brücke aus Salzpäckchen zu bauen, ist eine symbolträchtige Aktion gleich in mehrfacher Hinsicht. Das Salz als "Würze des Lebens" und die Brücke, die Hindernisse überspannt, Nähe schafft und Menschen verbindet.

Neben einigen wertvollen "Impulsen" zum Thema Ehrenamt gab es eingangs aber auch Zahlen, Daten und Fakten von den Organisatorinnen. Hier wurde angeführt, dass zum Beispiel sich nach Angabe der Bundesregierung rund 23 Millionen Menschen, also etwa 36 % der über 14jährigen BundesbürgerInnen, ehrenamtlich engagieren, die Wertschöpfung durch soziale Arbeit in Deutschland mehr als 75 Milliarden Euro beträgt. In Frankreich entspricht die ehrenamtliche Tätigkeit circa 750.000, in Italien 300.000 Ganztags- und Vollzeit-Arbeitsplätzen und in Großbritannien sind mehr als 200.000 gemeinnützige Organisationen bekannt.

Außerdem gibt es nach einer Fallstudie von Robert D. Putnam (2000) einen direkten Bezug beziehungsweise Zusammenhang zwischen wohlfahrtsstaatlichen Aktivitäten und der Bereitschaft, sich persönlich ehrenamtlich zu engagieren. Es wurde festgestellt, dass diese Bereitschaft sinkt, sobald sich ein Staat aus seiner sozialen Verantwortung zurückzieht, wie dies etwa in den USA und auch in Deutschland zu beobachten ist. Festgestellt wurde weiter, dass die beiden Länder mit den höchsten Werten staatlicher sozialer Verantwortung und Wohlfahrtspolitik, die Niederlande und Schweden, auch die höchsten Werte an unentgeltlichem Bürgerengagement aufweisen.

Um Wertschätzung und Dank ging es dann beim Abschluss der Veranstaltung. "Wie schon der Name der Veranstaltung "interkulturelles Frauenfrühstück" verrät, ist das Herzstück dieses Vormittages das gemeinsame Frühstück, das uns die Damen der syrisch orthodoxen Frauengemeinschaft Delbrück e. V. (natürlich ehrenamtlich) schon zum vierten Mal zubereitet (eingekauft, aufgetragen, abgeräumt, gespült, geschleppt….) haben", bedankt sich Rita Köllner stellvertretend für die anwesenden Frauen und überreicht allen "Helferinnen" ein Präsent als Anerkennung.



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