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Nachricht aus dem ARCHIV vom 14. März 2011

Wanderausstellung "Frauenporträts" - Lebensgeschichten alleinerziehender Migrantinnen und deutscher Frauen noch bis zum 25. März im Rathaus zu sehen

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(von links)Bürgermeister Werner Peitz, Rita Köllner (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Delbrück), Sonja Ergin (Vorsitzende der Syrisch- Orthodoxen Frauengemeinschaft Delbrück) und Ullrich Hänsel (stellv. Bürgermeister Stadt Delbrück) bei der Ausstellungseröffnung im Rathaus.
(von links)Bürgermeister Werner Peitz, Rita Köllner (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Delbrück), Sonja Ergin (Vorsitzende der Syrisch- Orthodoxen Frauengemeinschaft Delbrück) und Ullrich Hänsel (stellv. Bürgermeister Stadt Delbrück) bei der Ausstellungseröffnung im Rathaus.

Anlässlich des internationalen Frauentages, der sich in diesem Jahr am 8. März zum 100. Male jährte, luden die Gleichstellungs-beauftragte der Stadt Delbrück, Rita Köllner, die Vorsitzende der Syrisch- Orthodoxen Frauengemeinschaft Delbrück e.V., Sonja Ergin und der Bürgermeister der Stadt Delbrück, Werner Peitz, alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zur Eröffnung der Wanderausstellung "Frauenporträts" - Lebensgeschichten allein-erziehender Migrantinnen und deutscher Frauen ins Rathaus ein. "Gerade die Frauen in unserer Stadt leisten ein Höchstmaß an ehrenamtlichen Tätigkeiten, hier auch gerade im sozialen Bereich, regeln, koordinieren und schaffen für unsere Gesellschaft nachhaltige Werte und dafür gilt es heute einen besonderen Dank auszusprechen. Ohne unsere Frauen, ohne ihren unermüdlichen Einsatz, wäre unsere Stadt nicht so lebens- und liebenswert. Dieses ist auch gerade vor dem Hintergrund der Doppelbelastung von Arbeit und Familie zu sehen. Am schönsten wäre es, wenn es diesen Tag nicht geben müsste, so wäre die Gleichberechtigung von Mann und Frau eine Selbstverständlichkeit", so Bürgermeister Werner Peitz.

In einer spannenden Zeitreise von Rita Köllner, Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Delbrück und Sonja Ergin, Vorsitzende der Syrisch- Orthodoxen Frauengemeinschaft wurden die Errungenschaften von 100 Jahren Einsatz für die Frauenrechte kurz angeführt. Hier einige Auszüge daraus: Frauen dürfen seit 1918 in Deutschland wählen, dürfen studieren, dürfen sich politisch engagieren. Seit 1958 dürfen Frauen ihr in die Ehe eingebrachtes Vermögen selbst verwalten. Seit 1958 darf der Ehemann nicht mehr ein Dienstverhältnis seiner Ehefrau fristlos, ohne Einverständnis der Ehefrau, kündigen. Auch verliert eine Witwe nicht mehr automatisch das Sorgerecht für die eigenen Kinder, wenn sie wieder heiratet. Seit 1977 darf eine Ehefrau ohne Einverständnis ihres Mannes erwerbstätig sein. Die Sterblichkeitsrate von Frauen, gebären ist auf ein Minimum reduziert. Seit 1979 ist klar, dass Papa nicht mehr das letzte Wort hatte, vorher hatte "er" das nämlich, rein juristisch gesehen. Seit 1979 können sich alle werdenden Mütter über einen gesetzlich vorgeschriebenen 4-monatigen Mutterschutz freuen. Seit 2000 gibt es die erste amtierende Professorin für den Lehrstuhl "Gynäkologie", bis dato also eine Männerdomäne. Seit 2001 haben wir einen gesetzlichen Anspruch auf Teilzeit. Seit 2003 ein Gewaltschutzgesetz, das besagt: Wer schlägt, der geht!!! Viele weitere Errungenschaften konnten durchgesetzt werden und Helfen Frauen im täglichen Leben.

Weiterhin gibt es aber immer noch viele Bereiche, wo dringender Handlungsbedarf besteht. "Der demografische Wandel und die damit nicht mehr nach dem Generationenprinzip zu handhabende Rentenabsicherung, wird die Frauen wesentlich härter treffen, als Männer: Zum Einen bedingt durch die Familienarbeit, in der kaum Rentenansprüche erarbeitet werden, vor allen Dingen nicht, wenn Frau sich lange um die Familie: erst um die Kinder und dann später um die Eltern kümmern. Weiterhin bedingt durch die für die Familie und für die Kinder oft so wichtigen Teilzeit-Tätigkeiten der Frauen: für die Familie gut - für die Rente schlecht! Aber auch bedingt durch die oft schlechter bezahlte Arbeit in den typischen Frauenberufen, werden weniger Rentenansprüche insgesamt erwirtschaftet! Altersarmut ist also weiblich! Frauen werden hier verstärkt in die Armutsfalle geraten, wenn sie es nicht schaffen, eine private Altersvorsorge aufzubauen", so Rita Köllner und Sonja Ergin.

Zur Ausstellung:

Die Ausstellung ist das Ergebnis eines Projektes des Verbandes Alleinerziehender Mütter und Vater (VAMV) in NRW. Als Vorlage für die Wanderausstellung diente das Buch "Frauenporträts" von dem Verein VAMV. Das Buch zur Ausstellung ist kostenlos im Rathaus der Stadt Delbrück erhältlich.

"Es ist wohl unser Schicksal, ständig alles zu verlieren und zu fliehen..." schreibt Sahar aus Palästina in dem begleitenden Buch "Frauenporträts". Sie war bereit- gemeinsam mit Miriam aus Deutschland, Irina aus Russland, Bedra aus Algerien, sowie fünf weiteren Müttern aus unterschiedlichen Herkunftsländern- einen interkulturellen Dialog zu eröffnen. Sie alle wollen den Raum des Schweigens verlassen und von ihrem Leben als alleinerziehende Mutter erzählen. Herausgekommen sind neun sehr bewegende und berührende Geschichten starker Frauen, die ihren Weg unter schwierigen Bedingungen gehen mussten.

Die Ausstellung des Verbandes Alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) des Landesverband NRW e.V., ist noch bis zum 25. März zu den allgemeinen Öffnungszeiten der Stadtverwaltung zu sehen. Weitere Informationen erteilt Rita Köllner, Telefon 05250 996-281.

 

Öffnungszeiten Rathaus Delbrück, Marktstraße 6:

montags bis donnerstags   08.30 bis 12.30 Uhr

montags bis mittwochs     14.00 bis 16.30 Uhr

donnerstags                   14.00 bis 18.00 Uhr

samstags                       10.00 bis 12.00 Uhr



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